Imperfect Flower

Just for the two of us


    東京喰種ジョーカー(うた)

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    Maririn

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    東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 16 Feb 2018, 06:28

    Ich streckte und reckte mich.
    Es war schon verdammt spät.
    „Vielleicht sollte ich den Laden langsam schließen. Kommt ja eh niemand mehr.“
    Gerade also ich diesen Gedanken zu Ende geführt hatte und mich von meinem Arbeitsplatz erhob, klingelte die Ladentür.
    Fragend kam ich aus meinem Hinterzimmer und entdeckte eine Frau.
    Rotes, kurzes, fluffiges Haar.
    Ihrem Geruch nach zu urteilen ein Mensch. Sie roch…zum Anbeißen.
    „…“, musste mir unbedingt mal wieder was zu Essen besorgen.
    „Guten Abend, die Dame. Kann ich Ihnen helfen?“, fragte ich sie höflich.
    Erschrocken sah sie mich an und lächelte dann ertappt.
    „Oh! Hier ist ja doch jemand.“
    Tief verbeugte sie sich.
    Sie sah schon so unjapanisch aus, aber ihr Akzent ließ mich dann erst recht darauf schließen,
    dass sie aus dem Ausland kam.
    „Von draußen hab ich ein wenig rein gespäht und dachte, es ist eine Art Kunstausstellung.“
    Ich wollte ihr die Unannehmlichkeiten ersparen: „Ist es auch.“
    „Haben Sie die alle gemacht?“, fragte sie mich und sah sich wieder um.
    „Ja.“
    Sie sollte lieber schnell den Laden verlassen. Sonst würde ich sie noch als mein Essen sehen.
    Ich schluckte schwer.
    Reiß dich zusammen!
    Sie ist immerhin eine Kundin und gerade die Menschen, die sich hin und wieder in meinen Laden verirrten machten meine Arbeit so spannend.
    Die Frau vor mir war relativ klein.
    Aber sie hatte schöne Rundungen.
    Große Brüste, eine breite Hüfte und eine so schmale Talie.
    Ein wenig speckig.
    Mir lief das Wasser im Mund zusammen.
    Gerade als ich ansetzen wollte, etwas zu sagen nahm sie eine Maske von der Wand.
    Eine, die mir besonders gut gelungen war.
    „…“
    Vorsichtig hielt sie diese vor ihr Gesicht.
    Das brachte mich zum Lächeln.
    „Wie seh ich aus?“, fragte sie verspielt.
    „Die steht Ihnen. So könnten Sie ihre Persönlichkeit gut verdecken.“
    „Nicht wahr?“, lachte sie und hing sie behutsam zurück.
    „Auch wenn manche dieser Masken wirklich gruselig sind, haben sie dennoch das gewisse Etwas.“
    Ich nickte leicht.
    Mein Herz begann zu rasen und ich kam ihr doch etwas näher.
    Nervenkitzel…war etwas Tolles.

    „Du bist wirklich verrückt, dass du Menschen so nah an dich heranlässt.“
    Ich bekam gerade eine Standpauke von einer langjährigen Freundin namens Itori.
    „Wenn du diesen Laden weiter führst, landest du irgendwann doch im Cochlea. Und glaub mir: ICH hol dich da nicht raus!“
    „Nicht? Dabei bin ich doch so rein.“, scherzte ich.
    Sie trank „Wein“.
    Das machte sie etwas lauter und emotionaler.
    „Lass die Witze!“
    Yomo, mein ehemaliger Rivale – oder vielleicht noch immer Rivale, wer weiß das schon – nahm ihr das Glas weg.
    „Du hast genug getrunken.“, mahnte er sie.
    Noch immer bekam ich Herzrasen beim Gedanken an diese Frau.
    Sie war vor Tagen in meinem Laden gewesen. Seitdem hatte ich sie nicht mehr gesehen.
    Aber sie war so interessant.
    Am liebsten wollte ich noch viel mehr von ihr wissen.
    Über sie, ihr Leben, einfach ALLES.
    Aber ich durfte nicht.
    Doch eigentlich hielt ich mich auch nicht sonderlich gern an Regeln.
    Das war mir einfach zu anstrengend.
    Ihr Duft schwirrte mir noch um die Nase.
    Nur musste ich diesmal nicht Sabbern, weil ich Hunger hatte.
    Es war noch was anderes. Vielleicht Lust?
    „Lass diese Frau in Ruhe, Uta.“, legte Yomo mir noch einmal nahe, bevor er zu einem Kunden ging um die Bestellung aufzunehmen.
    Er arbeitete als Kellner in einem Café und konnte super gut Kaffee kochen.
    Den letzten Schluck Kaffee kippte ich runter und verabschiedete mich von den beiden.
    Musste meinen Laden wieder öffnen und noch ein paar Masken fertig stellen.
    Ein alter Bekannter, der sich inzwischen leider nicht mehr an mich erinnerte, bat mich Masken für sich und seine Gefolgsleute zu machen.
    Maß genommen hatte ich schon von allen, jetzt folgte nur noch die Feinarbeit.



    Zuletzt von Maririn am Mi 16 Mai 2018, 09:39 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 16 Feb 2018, 08:33

    Es wurde wieder sehr spät und ich wurde langsam müde.
    Ich gab mir alle Mühe die Augen offen zu halten.
    Hatte bisher auch immer ganz gut geklappt.
    „…“, ich seufzte und drückte mich vom Tisch weg.
    Die Brille nahm ich ab und rieb mir die Augen.
    Danach setzte ich sie einfach wieder auf, schnappte mir meinen Mantel und warf ihn mir über.
    Das Klimpern der Schlüssel hallte durch den Laden, bis ich raus war und den Laden abschloss.
    Für das Geschäft hatte ich einen eher ruhigen Ort gewählt.
    Und relativ sicher war es hier auch.
    Sowohl für Menschen als auch für meinesgleichen.
    Ein paar Schritte ging ich in Richtung meiner Wohnung, als mir ein Geruch um die Nase schwirrte, den ich kannte.
    Auf der anderen Straßenseite ging eine Frau entlang.
    Eine Kaputze über den Kopf gezogen und einem Mantel, der ungefähr so lang war wie meiner.
    Das war doch diese Frau, die sich neulich in meinen Laden verirrt hatte.
    Sofort schnellte mein Puls hoch.
    Ruhig begab ich mich über die Straße auf ihre Straßenseite und lief ihr nach.
    Mit einer Menge Abstand, sodass es ein Mensch eigentlich nicht merken dürfte.
    „…“, ich brauchte sie auch nicht sehen, ihr süßer Duft wies mir den Weg.
    Gut, dass ich nach dem letzten Zusammentreffen mit ihr reichlich gegessen hatte.
    So konnte ich mich besser zurück halten, sie nicht direkt zu jagen.
    Plötzlich verschwand die Spur.
    „…?“
    Ich stand vor einem Eingang nicht weit weg von meiner Wohnung.
    Sie wohnte also hier?
    Neugierig sah ich an der Fassade hoch und konnte sehen, wie in einer der Fenster das Licht eingeschaltet wurde.
    Ob sie in dieser Wohnung wohnte?
    Ein bisschen mogeln war ja wohl erlaubt.
    Ich sah mich um und lief geschickt die Hauswand hoch.
    Sodass ich in das Fenster blicken konnte.
    Bei so hellem Licht war sie direkt noch viel schöner.
    Zwar hatte sie die Vorhänge zugezogen, aber die ließen erahnen, was sie gerade tat.
    Jetzt kribbelte es mich in den Fingern.
    So nah wohnte sie also.
    Das war ja wirklich schon gefährlich.
    Aber nicht für mich.
    „…“
    Elegant sprang ich wieder herab und ging die Straße entlang, bis zu meiner Wohnung.
    Diese lag auf der anderen Straßenseite.
    Wenn ich bei mir aus dem Fenster sah und mich etwas vorbeugte, konnte ich zu ihr sehen.
    Auch wenn ich nur das Licht sah.
    Leicht lächelte ich wieder.
    Wie aufregend.

    Den Weg in meinen Laden fand sie nicht nochmal.
    Zumindest glaubte ich, dass sie nie wieder herkommen würde.
    Bestimmt war ich ihr auch unheimlich.
    Von meinen beiden Freunden hatte ich mir vor 2 Tagen wieder was anhören dürfen, weil ich sie verfolgt hatte um herauszufinden, wo sie wohnt.
    Beziehungsweise, wo sie wohl hinging.
    Aber all diese Warnungen waren mir egal.
    Klar, ich gab Acht, dass mich keiner dabei Beobachtete oder ich vielleicht Tauben in die Arme lief, weil sie vielleicht ein Lockvogel sein könnte, aber…dem schien nicht so.
    Sie war sicher.
    Und ich war bei ihr auch sicher.
    „So…nur noch ein Stich. Dann ist die auch fertig.“, murmelte ich leise und beendete die Arbeit.
    Ich griff zum Telefon und meldete mich bei Sasaki Haise.
    „Ich bin fertig mit den Masken.“, informierte ich ihn.
    Natürlich freute er sich und gab mir Bescheid, dass er sie noch heute abholen würde.
    Gemeinsam mit seiner Truppe.
    Lustige Leute, mit denen sich mein ehemaliger Bekannter da umgab.
    „Danke, Uta. Die sehen super aus!“, bedankte er sich.
    Der Schwarzhaarige mit zwei Muttermalen unter einem Auge beäugte seine Maske skeptisch.
    Ein kleines Mädchen mit langen, fluffigen Haaren betrachtete seine ebenfalls.
    „Die ist ja hübsch.“
    „Naja…“, bemerkte er.
    Sasaki bezahlte und verließ mit seinen Leuten wieder den Laden.
    Jetzt hatte ich keine Aufträge mehr offen.
    Also begab ich mich wieder an mein Projekt, welches ich vor einer Woche angefangen hatte.
    Ich wollte ihr eine Maske widmen.
    Dafür hatte ich die Maske von der Wand genommen, die sie sich näher angesehen und vors Gesicht gehalten hatte.
    Mein Herz raste wieder.
    Ausgerechnet diese Maske.
    „…“
    Es war noch früh und Sasaki war noch nicht lange weg, als die Ladentür wieder klingelte.
    Hatte er was vergessen?
    Gemütlich ging ich zum Eingang.
    Sie war wieder da.
    „Oh. Lange nicht gesehen.“, begrüßte ich sie freundlich.
    „Ja, lange nicht gesehen. Wie geht es Ihnen?“
    Überrascht musterte ich sie und nickte.
    „Gut. Hab gerade einen Auftrag beendet.“
    „Haben Sie viel zu tun?“
    „Kommt drauf an, wer mir welchen Auftrag gibt und wie viele Auftraggeber etwas von mir wollen.“
    Sie lächelte.
    Aufgeregt schlug mein Herz.
    „Arbeiten Sie hier in der Nähe?“
    „Nein.“, antwortete sie.
    „Weiter weg.“
    „Was genau machen Sie?“
    „Ich arbeite in einer Designerfirmer.“
    Das kam überraschend. Denn sie wirkte gar nicht so.
    „Halbtags.“, fügte sie dann hinzu.
    „Und den restlichen Tag?“, fragte ich neugierig.
    „Arbeite ich in Akihabara als Kellnerin in einem Café.“
    Leicht lächelte ich. Dann würde ich die Café’s dort doch direkt mal absuchen.
    Es sei denn, sie würde mir freiwillig sagen, wo genau.
    Doch sie druckste ein wenig rum.
    War es ihr unangenehm, wo sie als Kellnerin arbeitete?
    „Darf ich fragen wo genau? Denn gesehen habe ich Sie vorher noch nicht.“
    „Ich bin…erst seit ein paar Monaten hier.“, erklärte sie.
    Aber eine Antwort auf meine Frage gab sie mir nicht.




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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 16 Feb 2018, 09:23

    Ich hätte sie besser mal nach ihren Arbeitszeiten ausgefragt.
    Aber vermutlich war sie vormittags in der Firma und nachmittags im Café.
    Ihr war es so schrecklich unangenehm als ich doch eiskalt nochmal genauer nachfragte.
    Daher wurde mir schnell klar, dass es ein Maid-Café sein musste.
    So schnell kam sie mir also nicht davon.
    Man konnte sich mit ihr wirklich gut unterhalten und ich fühlte mich, als würde ich sie schon ewig kennen.
    Dabei hatten wir uns erst 2 Mal getroffen.
    Das erste Mal zufällig, das zweite Mal wollte sie bewusst zu mir.
    Und das machte es aufregend genug.
    Sie wollte zu mir.
    Hatte mich gesucht um sich mit mir genauer zu unterhalten.
    An dem Tag hatte sie wohl ungeplant keine Schicht im Café und war deshalb zu mir gekommen.
    Tatsächlich bot ich ihr, als es später wurde einen Kaffee an und wir setzten uns in meinen Laden.
    Unterhielten uns über dies und das.
    Ihr Name war Eve. Sie kam aus Deutschland und lebte dort noch zu Hause, weil sie keine Arbeit finden konnte.
    Doch durch Kontakte konnte sie hier eine Stelle finden, bei einer Firma, die sie auch sofort annahm.
    Japanisch lernte sie in einem Crashkurs in Deutschland und intensiver in einem Kurs hier in Japan.
    An einer Uni.
    Dafür war sie aber schon echt gut.
    Das ein oder andere Wort verwechselte sie manchmal, was mich zum Schmunzeln brachte, aber ich verstand sie trotzdem gut.
    Außerdem lernte sie gut. Jedes Mal wenn ich sie verbesserte, blieb das auch hängen.
    Vor einem beliebten Maid-Café mit ausländischen Kellnerinnen blieb ich stehen.
    „Hier muss es sein.“
    Zielsicher ging ich am Nachmittag hinein.
    Und tatsächlich.
    Unter all den Düften befand sich auch ihrer.
    „Willkommen! Sind Sie allein?“, fragte mich eine bekannte Stimme.
    Als ich mich zu ihr umdrehte musste ich grinsen und nickte.
    Ihre Augen riss sie weit auf.
    Eher stotternd sprach sie weiter.
    „B-bitte folgen Sie mir.“
    An einem gemütlichen Platz in der Ecke bot sie mir den Stuhl an.
    Lässig ließ ich mich darauf fallen.
    Kurzerhand präsentierte sie mir das Special Menü und die Hauptmenüs.
    Auf der Rückseite der Karte befanden sich die Getränke.
    Noch immer wirkte sie unsicher. Aber ich verzieh es ihr.
    „Süß…“, hauchte ich leise, als sie ging.
    Dann würde sie mich jetzt wohl auch bedienen?
    So lief es doch, oder?
    Tatsächlich kam sie bald auch schon wieder.
    „Haben Sie bereits gewählt?“, ihre Stimme war schon sicherer.
    „Ja, ich hätte gerne einen Iced Coffee ohne Milch und Zucker, bitte.“
    Sie schrieb es sich auf und nickte.
    Verschwand dann in der Küche.
    Offenbar bereitete sie mir auch alles zu.
    Zufrieden musterte ich die Karte.
    Die Gerüche, die durch das Café strömten waren doch ein bisschen eine Qual für mich. Süßes, Herzhaftes…
    Erst als sie mir meinen Kaffee brachte beruhigte ich mich wieder.
    „Alles in Ordnung? Sie sind so blass.“, fragte sie mich besorgt.
    „Uta.“, sagte ich nochmals.
    Sie sollte mich nicht mehr so förmlich ansprechen, nachdem wir jetzt schon einen Kaffee in meinem Laden und bis in die Nacht hinein gequatscht hatten.
    „Tut mir leid.“, entschuldigte sie sich mit einem liebevollen Lächeln.
    Sofort nahm ich einen Schluck Kaffee, als sie ging.
    Schmeckte köstlich.
    Schön stark.

    Ich betrachtete Eve gern in dem Outfit, aber ich war froh, als sie dann doch Feierabend hatte.
    Sie wies mich an vor ihr den Laden zu verlassen.
    Denn sie durfte nicht mit Kunden verkehren.
    Doch, wenn sie umgezogen war, würde das unter den Tisch fallen.
    Ein Stück vom Café weg wartete ich also auf sie.
    „Huff….du hast mich ganz schön überrascht.“, lachte sie.
    „Und überfordert.“, fügte ich hinzu.
    Sie verpasste mir einen leichten Schlag auf den Arm.
    Temperamentvoll war sie also auch noch?
    Gefiel mir.
    „Musst du deinen Laden nicht schon lange wieder geöffnet haben?“
    „Nee. Hab mit dem letzten Auftrag eine Menge Einnahmen erzielt.“, das CCG zahlte wirklich gut.
    Sasaki hatte nicht übertrieben.
    So viel Geld hatte er gar nicht erwartet.
    „Wohnst du eigentlich auch in deinem Laden?“
    „Nee. N Stück weiter weg.“
    Aber ganz in deiner Nähe, wollte ich anfügen. Doch das wäre vermutlich zu weit gegangen.
    Ich begleitete sie nach Hause und tat ganz überrascht: „Wow. Ich wohn ganz in der Nähe.“
    „Was?? Eeeecht?“
    Ich nickte und zeigte in die Richtung.
    Es war dunkel.
    Ob sie gut sah, wo ich hinzeigte.
    Beschämt lächelte sie und zückte ihren Schlüssel.
    Fragend sah ich sie an.
    „…“, doch sie sagte nichts.
    Zögerlich schloss sie die Tür auf.
    „Du musst schon sprechen, wenn du etwas willst.“, sagte ich ganz direkt, wie ich halt war.
    Das schien sie zu überfordern.
    Rot lief sie an: „W-willst du…vielleicht…noch einen Kaffee?“, stammelte sie.
    „Gern.“, also folgte ich ihr ins Haus.
    Die Treppen hoch.
    „Das Gespräch neulich hatte mir einfach so gut gefallen. Das…würde ich gern wiederholen.“, erklärte sie sich.
    „Ach, selbst, wenn du mich zum knutschen mitnehmen würdest, wäre es mir recht.“, entgegnete ich eiskalt.
    Sie verstummte.

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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 16 Feb 2018, 13:44

    In der Wohnung sah ich mich etwas um.
    Sie sagte ich sollte mich wie zu Hause fühlen und zögerte daher nicht mich frei zu bewegen.
    Fotos von ihrer Familie und von Freunden hingen an der Wand.
    Sie hatte ein relativ großes und schönes Ein-Zimmer-Apartment.
    Ein Bett stand am Ende des Raums, welches sie mit Vorhängen verdeckte.
    Davor eine Couch mit kleinem Tisch und einem Fernseher gegenüber.
    Ein Regal mit Lehrbücher und Mangas gefüllt, sowie CD’s von Bands, die mir nur zum Teil etwas sagten.
    Viele Englische dabei stellte ich fest, als ich mir die Ein oder Andere ansah.
    Während ich mich so umsah roch ich schon den Kaffee.
    Sie war wirklich gut darin ihn stark zuzubereiten.
    „Ohne Milch und Zucker, ne?“
    „Ja.“
    Inzwischen war ich bei ihrer Kosmetik angekommen, die sie auf einer Kommode stehen hatte.
    Verschiedenes Zeug, was Frauen halt so brauchten.
    Und ich wagte am Parfüm zu schnüffeln.
    Ein Duft davon war der, den sie immer trug.
    Dabei war ihr Eigenduft noch viel besser.
    Auf dem Wohnzimmertisch stellte sie die Tasse ab.
    Daher begab ich mich neben sie.
    Sie sah weit von mir weg.
    Hatte ich sie vielleicht etwas weg geekelt, wegen meinem Spruch mit dem Knutschen?
    Sollte doch nur n Scherz sein.
    Als ich am Kaffee nippte, merkte ich aber, dass sie nervös wurde.
    „Schmeckt gut.“, kommentierte ich und lächelte leicht.
    Das beruhigte sie schon etwas.
    Aber wirklich nur ETWAS.
    Was sie wohl hatte?
    „Mach das nie wieder, ja?“
    Fragend sah ich zu ihr.
    Sie sah mich aber nicht an.
    „Ich hab dich gern um mich. Versteh mich nicht falsch. Aber…nicht im Café bitte.“
    „Dabei sahst du echt gut aus.“, sagte ich traurig.
    Eve lächelte und wurde rot.
    „Casanova.“, kommentierte sie meine Worte.
    Innerlich amüsierte ich mich darüber.
    „Hast du den Laden schon lange?“
    „Hm…ja. Schon ne Weile.“
    Sie nickte.
    „Bei deinem Geschick kein Wunder.“
    Jetzt fühlte ich mich doch gebauchpinselt.
    „…“, aber ich sagte nichts dazu.
    Viel lieber betrachtete ich ihre Gestalt.
    Es kribbelte mich etwas in den Fingern…ich wollte sie unbedingt berühren.
    Ihr in den weichen Bauch pieksen.
    Sie ärgern.
    Ob ich dafür eine geknallt bekam?
    Würde wehtun, aber sie war ja nur ein Mensch.
    Der Kopf würde mir schon nicht wegfliegen.
    Also rutschte ich etwas in die Mitte der Couch.
    Breitete mich aus und piekste sie heimlich.
    Doch ihr entsetzter und gespielt böser Blick brachte mich zum Schmunzeln.
    „Finger weg, von meinem Speck!“, motzte sie und umarmte sich selbst.
    Versteckte alles und drückte ihre Brüste eher hervor.
    „Das würde ich an deiner Stelle lassen. Sonst pieks ich 2 Etagen höher.“, kommentierte ich und
    Sah lieber weg.
    Hecktisch riss  sie die Arme runter.
    Man konnte sie wirklich gut ärgern.
    Machte richtig Spaß.


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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 20 Apr 2018, 17:25

    Heute unterhielt ich mich mit ihr ganz intensiv über Musik.
    Das war wirklich etwas, worüber man sich mit mir stundenlang unterhalten konnte.
    Ich hätte nie gedacht, dass sie Musik genauso sehr liebte wie ich.
    Itori oder Yomo waren da weniger empfänglich für.
    „Ich höre eigentlich immer Musik.“, erzählte sie.
    „Egal ob ich durch die Stadt laufe, in der Bahn sitze oder auf der Arbeit eine Pause mache.“
    Neugierig sah ich zu ihrem Regal: „Was hörst du denn so?“
    Sie kicherte: „Du schaust schon in die richtige Richtung. Aber außer den CD’S die du dort sehen kannst, höre ich auch noch andere Sachen.“
    „Bitte kein Schlager.“, warf ich ein.
    „Um Himmels willen, nein!“, empört sah sie mich an.
    „Gut. Ansonsten wäre das mit uns nicht gut gegangen.“
    Wieder einmal ging ich auf Angriff.
    Sie lief knallrot an. Und ich konnte ihre Wärme fühlen.
    Außerdem wurde ihr Duft dann auch immer etwas stärker. Vermutlich, weil sie so warm wurde.
    „Was hast du denn für eine Lieblingsband?“, fragte ich neugierig.
    Immerhin kannte ich manche Bandnamen, die sie in den Raum geworfen hatte.
    Und so manche Lieder davon hörte ich selbst.
    „Ganz klar ‚Dir en Grey’.“
    „Woa! Obwohl das so harte Sounds sind?“
    Die Rothaarige lächelte breit: „Ich liebe das.“
    Mein Herz schlug höher.
    Ihr Lächeln machte mich irgendwie schwach und so…nervös.
    Schnell nahm ich noch einen Schluck Kaffee.
    „Du bist wirklich begeistert von Musik, oder?“
    Ich nickte.
    Wieder lächelte sie.
    Verdammt, hör doch auf! Du hast mir doch allein mit deinem Duft schon den Kopf verdreht!

    Erst später beruhigte sich mein Herz auch wieder. Da war ich allerdings schon seit Stunden wieder zu Hause.
    Ich lag auf der Couch und starrte an die Decke.
    Morgen würde ich den Laden wieder öffnen. Wie bald ich sie wohl wiedersehen durfte?


    Es verging tatsächlich wieder etwas Zeit. Mit Itori saß ich zusammen im Café Antik und trank wieder einmal Kaffee. Yomo’s Zubereitung war auch echt gut. Schmeckte aber anders, als Eve’s.
    „Hör auf diese Frau zu treffen! Die wird dir nichts als ärger machen, wenn sie herausfindet, was du bist!“, motzte Itori.
    Warum bekam ich eigentlich immer die Standpauke?
    War doch mein Ding.
    Yomo beäugte mich auch so streng.
    „Sag mal, habt ihr euch noch nie auf einen Menschen eingelassen und dabei dieses Faszination und Nervosität gespürt?“
    „Doch. So etwas nennt man ‚Fressdrang’!“, knurrte Itori und kippte den Wein in ihrem Glas mit einem Schluck runter.
    „Nein. Das meine ich nicht.“, korrigierte ich sie.
    Aber das gefiel ihr gar nicht.
    Böse beäugte sie mich. Ich war froh, dass gerade niemand anders außer uns hier war.
    „Friss sie doch einfach, und dann ist Ruhe!“
    „Sag mal, kann es sein, dass du eifersüchtig bist?“, fragte ich und grinste sie frech an.
    Dafür aber kassierte ich Eine.
    Uff…ihre Linke tat ganz schön weh!
    „Bild dir mal nichts ein! Ich mache mir nur Sorgen. Mehr nicht!“, eingeschnappt sah sie weg und hielt Yomo das Glas hin: „Mehr!“
    „Hattest du nicht langsam genug?“, fragte er ernst.
    „MEHR!“, fauchte sie ihn an. Aber das zog nichts bei ihm. Er machte einfach so, was sie sagte, bevor sie den Laden noch zerlegte.
    Derweil hielt ich mir die Wange.
    Aua…
    Plötzlich klingelte die Ladentür und jemand trat ein.
    Neugierig sah ich über die Schulter und erstarrte kurz.
    „…“
    Eve!
    „Willkommen.“, begrüßte Yomo sie höflich.
    Sie verbeugte sich und da sie mich noch nicht gesehen hatte, zog ich mir schnell die Kapuze meine Hoodies über.
    Itori warf mir fragende Blicke zu und wollte gerade laut ansetzten als ich meinen Finger über die Lippen legte: „Sprich bitte leiser. Sie soll nicht wissen, dass ich hier bin.“
    „Wie?!“, neugierig sah sich Itori zu ihr um.
    Yomo verdeckte etwas die Sicht, sodass sie sich Eve heimlich ansehen konnte.
    „Hm?! Ist das dein ernst? Auf so was stehst du?“, zischte sie.
    Gleichgültig sah ich sie an: „Ist doch mein Ding. Du stehst doch auch auf Yomo. Sag ich da was zu?“
    Böse sah sie mich wieder an. Damit war das schon mal vom Tisch.
    Yomo kam mit Eve’s Bestellung zurück und machte sich an die Arbeit.
    „Benehmt euch, solange Gäste da sind!“, knurrte er.
    Wie immer.
    Eigentlich waren wir immer laut, wenn keiner außer uns da war.
    Das änderte sich aber mit weiteren Gästen, je nachdem wer das Café betrat.

    Heimlich warf ich den einen oder anderen Blick zu ihr.
    Sie saß dort. Ganz allein. Irgendwie…sah sie ein bisschen traurig aus.
    Ob sie im Moment sehr viel Stress hatte, dass sie nicht im Laden vorbei kam?
    Oder da war, wenn ich mal bei ihr klingelte.
    War ich vielleicht auch einfach zu aufdringlich?
    Eigentlich wusste ich gar nicht, was sich für ihre Kultur gehörte. Deutschland war sich zwar bei vielen Dingen mit Japan einig, aber es gab auch gewaltige Unterschiede.
    Möglicherweise war ich ihr manchmal auch zu viel.
    Yomo brachte ihr einen Latte Macchiatto mit eingetüteten Keksen.
    Sie lächelte freundlich, aber verlor es wieder, als er sich umdrehte.
    „Ist die immer so?“, fragte Itori mich dann doch neugierig.
    „Hm?“
    „Na so…wie ein Trauerkloß halt.“
    „Nee. Ich hab sie anders in Erinnerung.“
    „Wie lange hast du sie denn nicht mehr gesehen?“, sie hob eine Augenbraue.
    Jetzt musste ich doch nachdenken, wann das letzte Mal gewesen war: „Etwa 5 Wochen…?“, ich war mir selbst nicht sicher.
    „EEEEEHHHH???!!!“, das war doch extrem laut.
    Sogar Yomo schreckte auf.
    Aber auch Eve zuckte zusammen und sah zu uns.
    „So lange?!“, sprach sie weiterhin laut.
    Yomo räusperte sich.
    Sofort wurde sie leiser: „So lange schon?“
    Ich nickte nur.
    Eve’s Fokus legte sich schnell wieder auf ihr Getränk und ihre Kekse.
    An fremden Menschen hatte sie wirklich kein Interesse. Sie empfand sie sogar eher als lästig.
    Das hatte sie mir mal nahe gelegt.
    „Dann sprich doch jetzt mit ihr.“
    „Eh…Itori? Du hast mich doch eben noch angefahren, ich solle sie in Ruhe lassen.“
    „Ja, aber das machst du ja eh nicht! Munter sie auf!“, befahl sie.
    „Kannst du etwa keine traurigen Menschen sehen?“, ich musste grinsen.
    „Ey! Sie ist deine Freundin. Du solltest dir eher Sorgen machen!“, fauchte sie.
    Itori war nicht ehrlich zu sich selbst. Jedenfalls nicht immer.
    Seit ich so viel von Eve sprach, war sie ihr und möglicherweise auch Yomo etwas ans Herz gewachsen.
    Auch wenn sie noch kein Wort miteinander gewechselt hatten.
    „…“, ich haderte mit mir, ob ich wirklich zu ihr gehen sollte.
    Immerhin hatte ich mich ja schon so perfekt versteckt.
    Leise seufzte ich und kippte meinen letzten Schluck Kaffee runter: „Danke, Yomo. Der schmeckt wirklich immer gut.“
    Ich entschied mich dazu zu gehen. Sie sollte nicht zu tief in unsere Angelegenheiten verwickelt werden.
    Kam ein weiterer Ghoul ins Antik und sah sie mit mir oder vielleicht auch Itori sprechen, würde sie als Zielscheibe dienen.
    Daher ging ich einfach in meinen Laden zurück.
    So spät war es noch nicht und ich hatte erst vor kurzem einen neuen Auftrag erhalten. Außerdem musste ich noch ihre Maske fertig stellen.
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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 04 Mai 2018, 17:27

    Ich rieb mir um kurz vor 2 Uhr nachts die Augen. Die Brille, die ich dabei trug schob ich mit den Fingern gleichzeitig hoch.
    „…“, war wohl besser aufzuhören.
    Den letzten Schliff konnte ich immer noch machen.
    Bisher fand ich ihre Maske echt gut gelungen.
    Ich streckte mich und legte die Brille auf den Tisch.
    Verhüllte die Maske mit einem Tuch.
    Leise klopfte es.
    „…?“, den Laden hatte ich längst geschlossen.
    Wer war denn so spät bereit mich zu besuchen.
    Das schwache Licht verriet mich.
    Ob man das von draußen auch sah?
    Bestimmt ein bisschen.
    Noch Mal klopfte es.
    „…“, gelassen rutschte ich vom Stuhl und ging zur Ladentür.
    Schloss sie auf: „Entschuldigung, wir haben geschlo…“, und stockte mitten im Satz.
    Eve stand vor mir: „Entschuldige die späte Störung. Du…willst sicher auch deine Ruhe.“
    Überrascht über ihren Besuch ging ich zur Seite und ließ sie eintreten.
    Vorschreibungen konnte ich ihr keine machen, aber so spät sollte sie sich als Frau wirklich nicht draußen rum treiben.
    „Lange nicht gesehen.“
    „Ja, das stimmt. Darum…bin ich auch jetzt noch hier.“, leicht lächelte sie.
    Aber eher schwach.
    Sie sah müde aus. Eigentlich sollte sie auch schon schlafen. Jedenfalls, wenn sie morgen arbeiten wollte.
    Ich erinnerte mich an ihr trauriges Gesicht im Café vorhin.
    Brachte ihr einen Stuhl und setzte mich wieder auf meinen: „Brauchst du Gesellschaft?“
    „…“, sie schwieg und sah aus, als würde sie gleich in Tränen ausbrechen.
    Wie immer verzog ich nicht eine Miene.
    „…“, was hatte sie denn.
    „Ich könnte es verstehen. Ich werde auch schnell einsam.“, erzählte ich ihr dann.
    Eve lächelte sanft und senkte dann den Blick.
    „Wir…kennen uns noch gar nicht so lang. Aber auch bei dir…wollte ich mich verabschieden.“
    „…?“, weit riss ich die Augen auf.
    Verabschieden?
    Was sollte das denn heißen?!
    „Meine Aufenthaltserlaubnis hier in Japan bleiben zu dürfen läuft in einem Monat aus. Dazu kommt, dass sich die Firma nicht sicher ist, ob ich bleiben kann.
    Sie versuchen zwar…eine Stelle für mich zu finden, die besetzbar wäre, aber…daran glaube ich nicht mehr.“
    Irgendwie wurde mir jetzt anders.
    Aber das zeigte ich ihr nicht: „Ich verstehe.“, bekam ich nur raus.
    „Ich bereite mich daher darauf vor, bald wieder zurück nach Deutschland zu fliegen…“, ihr brach die Stimme weg.
    Und sie begann zu weinen.
    „…“, was…machte man in so einer Situation nur?
    Allein dass sie zu mir kam ehrte mich schon sehr.
    Dazu kam, dass sie mir das erste Mal wirklich ihre Gefühle zeigte.
    Die verbarg sie ja auch gern, daher ärgerte ich sie auch, bis sie einen Gefühlsausbruch bekam.
    Fand ich lustig.
    Doch dieser hier überforderte mich etwas.

    An diesem Abend brachte ich sie noch nach Hause und lag nun zu Hause allein im Bett.
    Ihr war dieser Gefühlsausbruch unglaublich peinlich. Sie entschuldigte sich mehrmals bei mir.
    Natürlich noch immer mit diesem traurigen Gesicht, welches sie verzweifelt versuchte zu einem Lächeln zu formen.
    Sah gruselig aus.
    „…“
    Irgendwie fühlte ich mich nicht gut dabei.
    Mit dem Gedanken sie bald nicht mehr sehen zu können.
    Vermutlich war es besser so, immerhin machte ich ihr sicherlich nur Schwierigkeiten, wenn wir uns je näher kommen würden.
    Andererseits…

    „Heeee?! Ist das dein Ernst?!“, ich erzählte mal wieder Itori davon.
    Und Yomo zwangsweise ebenfalls.
    „Das ist aber traurig.“
    „Findest du?“, fragte ich sie neckend ohne das Gesicht zu verziehen.
    „Na, du findest sie doch gut, oder? Gerade du dürftest echt traurig sein.
    Deutschland ist doch so irre weit weg.“
    „Aber nicht aus der Welt…“, warf ich ein.
    „Komm jetzt nicht mit einer Fernbeziehung!“, mahnte sie mich.
    Zur Ablenkung nahm ich einen Schluck Kaffee.
    „Hier ist sie nicht gut aufgehoben.“
    „Ach, und du glaubst in Deutschland gibt’s keine Ghoule, die sie zum Fressen gern haben werden? Wenn du ihrem Duft schon so verfallen bist?!“
    Ich verharrte in meiner Bewegung und sah sie gleichgültig an.
    „Was soll ich deiner Meinung nach tun?“
    Itori dachte ernsthaft nach.
    Erst wollte sie sie weg haben und plötzlich half sie mir.
    „…“, versteh einer Frauen.
    „Yomo, könnt ihr sie nicht einstellen?“
    „Nein!“, sagten Yomo und ich wie aus einem Mund.
    Itori sah verwirrt zwischen uns hin und her.
    „Häää? Warum Doppel-Nein?!“
    „Du weißt genau warum!“, murrte Yomo und trocknete ein paar Tassen ab.
    Dann erhob ich das Wort: „Wenn sie hier arbeitet sind wir gezwungen ihr zu verraten wer wir sind, weil sie sich früher oder später wundern wird.
    Außerdem kommen hier AUCH Ghoule hin. Ich weiß nicht ob es da intelligent ist,
    eine menschliche Kellnerin einzustellen.“
    „Ken hat doch auch hier gearbeitet.“
    „…“, wir sahen sie beide mürrisch an.
    Das Kaneki Ken hier gearbeitet hatte, war was vollkommen anderes.
    Itori schien das auch gerade klar zu werden.

    Am späten Vormittag ging ich wieder zu meinem Laden und öffnete ihn.
    Begab mich an meine Arbeit. Noch bevor sie ging wollte ich die Maske fertig kriegen.
    Sie sollte sie als Andenken mitnehmen.
    „…“, wieder so ein mieses, bedrückendes Gefühl.
    Leise seufzte ich und setzte meine Kopfhörer auf.
    Hörte Musik und arbeitete weiter.
    Nur wenige Kunden kamen heute rein. Aber mit den Kunden auch wieder ein paar Aufträge.
    Ausmessen, Vorstellungen und Wünsche notieren, Vorschläge machen und ein Frist erfragen.
    Danach arbeitete ich weiter.
    Ganz normal. Wie immer.
    Am Abend war ich fertig und stellte die Maske auf ein kleines Podest.
    Verhüllt.
    Begab mich an die Skizze eines der neu reingekommen Aufträge.

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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 04 Mai 2018, 17:55

    Am Abend war ich fertig und stellte die Maske auf ein kleines Podest.
    Verhüllt.
    Begab mich an die Skizze eines der neu reingekommen Aufträge.

    Bevor ich den Laden abschließen wollte um nur noch ein bisschen aufzuräumen kam Eve wieder zu Besuch.
    „…ich hoffe ich störe nicht.“, sie lächelte.
    Noch immer beschwert, aber nicht mehr ganz so niedergeschlagen wie am Tag zuvor.
    Doch ihre Augen sahen ziemlich verheult aus.
    Selbst das Make Up konnte das nicht verdecken.
    Es durchzuckte mich.
    Ihr Duft machte mich heute wieder besonders verrückt.
    Da lief einem ja das Wasser im Mund zusammen.
    „Nein, du störst nicht. Ich…wollte gerade aufräumen.“
    „Darf ich helfen?“, fragte sie plötzlich ganz aufgeregt.
    Ein Blick über die rechte Schulter…einen über die Linke.
    „Hm…klar. Lass mich nur eben abschließen.“
    „Ich leg…meine Sachen dann bei deinem Arbeitstisch ab.“
    Leise stimmte ich zu und ging an ihr vorbei zur Tür.

    Zusammen räumten wir ein bisschen auf. Unterhielten uns wieder ganz normal.
    Ihre Gesellschaft war so angenehm, dass es mir schwer fiel nicht daran zu denken, dass sie bald gar nicht mehr so nah war.
    „Ich…hab mir überlegt, mir deine Adresse zu notieren, wenn ich darf. Ich würde gern in Kontakt bleiben.“, erklärte sie zufrieden.
    „Auch, wenn du vielleicht nicht antworten kannst. Du hast immerhin…immer so viel zu tun.“, ein trauriger Ton klang in ihrer Stimme mit.
    Ich suchte nach beruhigenden Worten: „Die Zeit würde ich mir schon nehmen. Keine Sorge.“
    Aufrichtig lächelte sie mich an.
    Wir sortierten meine Werkzeuge. Ich stand genau neben ihr.
    Allerdings schien sie bewusst Abstand zu halten.
    „…?“, ich griff etwas näher an ihr vorbei.
    Sie zuckte zurück, allerdings vollkommen natürlich, so als wollte sie nicht absichtlich ausweichen.
    Ihr Duft wurde stärker.
    War es ihr unangenehm, so nah bei mir zu sein?
    Sie griff nach einer Zange und ich tat so, als wollte ich diese genau im selben Augenblick haben.
    Griff so unauffällig wie möglich auch danach.
    Ihre Hand war eiskalt, aber so weich.
    Sie entriss sie mir sofort und sah mich mit einem roten Gesicht an.
    Erschrocken und beschämt zugleich.
    „T-tut mir leid.“, fiepte sie und sah weg.
    Kurz verharrte ich in meiner Bewegung und lächelte dann leicht.

    Die folgenden Abende kam sie jeden Tag. Immer nach Ladenschluss kam sie zu mir.
    Sie unterhielt sich weiterhin distanziert mit mir. Auch wenn ich versuchte näher ran zu kommen.
    Die Maske hatte ich bereits schön verpackt.
    Wollte ich ihr lieber kurz vorher geben.
    „Achja.“, begann sie und reichte mir dann eine Dose.
    „Du liebst doch schwarzen Kaffee.“
    Lächelnd nahm ich die Dose entgegen.
    Ohne Zucker und Milch.
    Nur Kaffee.
    Sehr gut. Das konnte ich ohne bedenken trinken.
    „Das ist aufmerksam.“
    „Ich...das ist deine Belohnung für den harten Arbeitstag.“, lachte sie.
    „…“, nun lächelte ich frech: „Da fiele mir aber eine andere Belohnung ein.“
    Sofort stoppte sie und sah mich alarmiert an.
    „W-was meinst du?“, fragte sie beschämt.
    „Na, eine Umarmung. Ein Kuss. Vielleicht sogar eine Nacht mit dir? Nein, warte…das Letzte überspannt den Bogen vielleicht.“
    Bei der Aufzählung behielt ich sie sehr gut im Auge.
    Ihre Reaktion verriet mir viel.
    Und wenn nicht die, dann ihre Augen.
    Wieder lief sie knallrot an und hielt die Luft an.
    Dann lächelte sie beschämt: „Du…lässt aber auch nicht locker, du Blödmann.“
    Oh! Diese Art von ihr war neu.
    „Natürlich. Anders bekommt man doch nicht, was man will.“, gab ich zu.
    Liebevoll lächelte sie und stand auf.
    „Hast ja recht.“, kam näher zu mir.
    Brav blieb ich sitzen.
    Wenn ich jetzt aufstand würde ich ihren Mut zerstören.
    Das wollte ich nicht.
    Was auch immer sie jetzt tun wollte.
    Zögerlich blieb sie vor mir stehen und beugte sich vor.
    „Augen zu…“, hauchte sie und ich schloss die Augen.
    Ihre kalten Finger legte sie an meine Wange und hob mein Kinn an.
    Sanft drückte sie mir ihre Lippen auf.
    „…!“, das machte mich allerdings etwas nervös.
    Sie war so nah und ihr Duft so stark.
    Tatsächlich schnappte ich danach unauffällig nach Luft.
    Eve trat zurück: „Gibst du jetzt Ruhe?“
    Gleichgültig blickte ich zu ihr und fasste ihr Handgelenk.
    Zog sie auf meine Schoß.
    „Irgendwie…bin ich damit nicht zufrieden.“, hauchte ich.
    Ich hielt sie im Arm und ihr Handgelenk mit der anderen Hand weiterhin fest.
    „U-uta!“, keuchte sie erschrocken auf, aber ich schnappte ihren Atem weg.
    Sofort verschloss ich ihre Lippen mit meinen.
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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 04 Mai 2018, 18:58

    Weiterlesen auf eigene Gefahr:
    „U-uta!“, keuchte sie erschrocken auf, aber ich schnappte ihren Atem weg.
    Sofort verschloss ich ihre Lippen mit meinen.

    Es fühlte sich richtig gut an. Ihre Lippen waren so weich.
    Genauso wie ihr Körper. Ihr Duft benebelte mich tatsächlich etwas.
    Bloß die Kontrolle behalten.
    Nicht beißen, auch nicht zum Spaß. Vorsichtig zupacken, nicht zu fest.
    Auch nicht zu fest an mich drücken.
    Ich würde ihr noch was brechen.
    Das leise Schmatzen unserer Küsse hallte durch den Laden.
    Dazu fühlte ich, wie sie es nach und nach immer mehr genoss.
    Eigentlich war das nicht gut.
    Wenn sie sich mir JETZT hingab, gab es für sie und auch für mich kein Zurück mehr.
    Ich war bezüglich Nahrung nicht ausgehungert aber…auf andere Art und Weise schon.
    Aber würde diese Frau wirklich so weit gehen?
    Sie wirkte bisher nie so.
    Doch gerade jetzt breiteten sich Zweifel in mir aus, ob sie wirklich so unschuldig war, wie sie sich immer gab.
    Andererseits…auch sie war eine Frau und hatte Bedürfnisse.
    Wann sie wohl zuletzt…?
    Ich löste meine Lippen von ihren.
    Keuchend und begierig sah sie mir in die Augen.
    „…“
    Den Griff um ihr Handgelenk lockerte ich etwas.
    Sie entglitt meinem Griff und richtete sich auf.
    Stand auf und torkelte zu ihrem Sitzplatz zurück.
    War echt süß mit anzusehen.
    Hieß wohl, sie würde mich nicht ranlassen.
    „Hast du…noch viel zu tun?“, fragte sie mich allerdings.
    Überrascht hob ich eine Augenbraue.
    „Ich bin bereit zu gehen.“
    „Dann…lass uns gehen.“, hauchte sie schwach.
    Würdigte mich keines Blickes und zog sich ihre Jacke über.
    Ich erhob mich und zog mir meinen Mantel über und setzte meinen Hut auf.
    Danach reichte ich ihr ihre Tasche.
    Eve nahm allerdings nicht nur die, sondern auch meinen Ärmel.
    Dabei war es doch viel einfacher einfach meine Hand zu nehmen.
    „…“, auf der Straße ging sie neben mir her.
    Hielt weiterhin meinen Ärmel.
    Elegant griff ich nach ihrer Hand.
    Noch immer sah sie mich nicht an.
    „Kommst du…mit zu mir…?“, fragte sie dann zögerlich.
    Meine Freude überrannte mich.
    „Ja.“, sagte ich allerdings in einem eher ruhigen Ton.

    Wieder einmal war ich also in ihrer Wohnung.
    Und diesmal auch noch unter solchen Umständen.
    Gefiel mir.
    Das Licht schaltete sie gar nicht erst ein.
    Schloss die Tür hinter mir.
    „Gib mir deinen Mantel.“, bat sie mich und hing ihn für mich auf.
    Nahm meine Hand und zog mich aus dem Flur in ihren Wohnraum.
    Blieb bei der Couch stehen und drehte sich zu mir um.
    „Sei nicht zurückhaltend.“, hauchte sie leise.
    Drückte ihre Lippen auf meine.
    Ihre Arme legte sie um meinen Hals.
    Sofort war ich wieder mit Herz und Seele dabei.
    Drängte sie zu ihrem Bett, riss den Vorhang zur Seite und drückte sie auf die Matratze.
    „Wie soll ich auch, wenn du das so sagst.“, keuchte nun ich etwas aufgeregter.
    Meine Lippen wanderten ihren Hals hinab.
    Zu ihren Schlüsselbeinen.
    Bei jedem Kuss, den ich ihrem Körper gab horchte ich ganz genau auf.
    Allein ihr leises Keuchen machte mich schon verrückt.
    Was sollte das erst geben, wenn ich weiter ging?
    Geschickt öffnete ich mit zwei Fingern die Knöpfe ihrer Bluse.
    Setzte meine Küsse noch tiefer.
    Jetzt begann sie ihren Brustkorb zu heben.
    Sich unter mir zu rekeln.
    „…“, wie sollte ich da noch ruhig bleiben?
    Mein Inneres zitterte gerade zu und gierte nach ihr.
    Alles verzehrte sich nach ihr.
    „Uta…“, hauchte sie außer Atem und ich fühlte ihre Finger an meinen Wangen.
    „Leg dich hin.“, bat sie mich.
    Ich tat, was sie wollte.
    Die Oberhand würde ich schnell wiedererlangen, wenn ich sie wollte.
    Eve beugte sich über mich und setzte sich zu meiner Überraschung auf meinen Schoß.
    Beugte sich zu mir runter und küsste mich.
    Ihr Schoß war so heiß…
    Und ihre Küsse inzwischen auch.
    Lustvoller, zärtlicher, aber auch hastiger.
    Immer wieder fing ich sie ein, wenn sie sich zurückziehen wollte.
    Fasste ihre Hüfte und drückte sie vorsichtig tiefer.
    Sie sollte ruhig spüren, was sie angerichtet hatte.
    Das schien sie allerdings nicht abzuschrecken.
    „…“, sie war eine vollkommen andere Frau, als die, die ich kennengelernt hatte.
    Was die Sache allerdings auch wieder aufregend machte.
    Ihre Bluse striff sie über ihre Arme und zog sie aus.
    Vorsichtig fuhr ich mit den Fingern daher höher.
    Fuhr über ihre weiche Haut und fasste ihre Talie.
    So schmal.
    Ihre Hüfte dagegen war deutlich breiter.
    Genauso wie ihre Oberweite.
    Das hatte mich ja schon immer sehr interessiert.
    Ihr Körper war anders, als der einer Asiatin.
    Europäerinnen und Amerikanerinnen waren viel kurviger.
    Was auch etwas war, was die Asiatinnen an ihnen beneideten.
    Meine Finger kamen an ihren Brüsten an.
    Sie machte keine Anstalten zurückzuzucken.
    Daher fasste ich sie einfach an.
    In dünnem Stoff verpackt. Ein BH mit Spitze.
    Mit etwas Druck schubste ich sie von mir runter und rollte mich gleichzeitig über sie.
    Küsste sie gierig und spielte mit ihrem Körper.
    Was ich nicht erwartete: allein durch die Berührung an ihren Brüsten wurde ihr Stöhnen schon deutlich lauter.
    Mit meinen Lippen verschloss ich ihre daher immer wieder.
    Andererseits machte es mich aber auch vollkommen wahnsinnig, sie so zu hören.
    Es raubte mir gewisser Maßen den Verstand, was nicht sonderlich gut war.

    Ich kam an den Punkt, dass sie nackt unter mir lag.
    Nur ihr Slip trennte mich von ihr.
    Mein Oberteil lag auch irgendwo. Meine Hose hatte sie bereits geöffnet.
    „…“, ich wollte sie mit der Frage ärgern, ob sie sich sicher war, aber das hielt ich für nicht angebracht.
    Hinterher ließ sie mich doch nicht.
    Und mit dieser Stimmung würde ich noch jede beliebige andere Frau – möglicherweise Itori, die mir eine knallen würde, dass ich nie wieder aufstehe – überfallen.
    „Sei nicht zu laut. Sonst hören uns die Nachbarn.“, informierte ich sie.
    „Ich weiß…“, fiepte sie beleidigt und zog mich an sich ran.
    Meine Hose zog ich ein Stück tiefer.
    Mit einem Finger zog ich dann am Rand ihres Slips.
    Rutschte noch mal aus ihrem Griff und zog mit demselben Schwung den Slip von ihrem Körper.
    Beugte mich vor und küsste sie dort. Ihre Hand fühlte ich in meinen Haaren.
    Die andere nutzte sie dazu sich den Mund zuzuhalten.
    Keine Gnade!
    Das hatte sie mir gesagt.
    Dieser Anweisung folgte ich nun auch.
    Ich tat was mir gefällt und was ich wollte.
    Sie…schmeckte so gut…
    Da konnte ich gar nicht widerstehen.
    Ihre Beine hingen ein wenig in der Luft und sie rekelte sich stark auf dem Bett.
    Mit einem Schmatzen ließ ich von ihr ab.
    Leckte über meine Lippen und beugte mich wieder über sie.
    „Erschreck dich nicht.“, keuchte ich atemlos.
    Kam ihr näher und drückte mich nach und nach in sie.
    Ganz entspannt nahm sie mich in sich auf.
    Leise konnte ich sie fiepen hören.
    Den Kopf hatte sie in den Nacken gelegt.
    Um ihr ein lauteres Geräusch zu entlocken stieß ich daher einfach zu.
    Bis zum Anschlag.
    Doch der Ton, den sie von sich gab, machte mich noch viel gieriger danach.
    Ich wollte, dass sie ausschließlich diese Töne von sich gab.
    Allerdings raubten auch diese mir den Verstand.
    Von dem Gefühl mal ganz abgesehen.
    Gnadenlos fiel ich dann auch über sie her.
    Ganz wie sie es gewollt hatte.
    Keine Stellung, die mir gefiel, ließ ich aus. Keinen Kuss, keine Berührung.
    Und sie genoss jedes kleine Bisschen von dem, was ich tat.

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    Maririn

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    Re: 東京喰種ジョーカー(うた)

    Beitrag von Maririn am Fr 04 Mai 2018, 20:48

    Am nächsten Morgen wachte ich neben ihr auf.
    Sie schlief noch. Daher erlaubte ich mir sie ein wenig zu beobachten.
    Ganz ruhig atmete sie.
    Vorsichtig streckte ich meine Fingerspitzen nach ihren Haaren aus. Fasste eine Strähne.
    Ihr Haar war so weich.
    So dünn und weich.
    Tief atmete ich durch. Ließ die Nacht noch mal Revue passieren.
    Hatte mich ja ordentlich ausgetobt.
    Und sie hatte damit absolut kein Problem gehabt.
    Ich schluckte.
    Einmal allerdings hatte ich mich dabei erwischt, wie ich sie beißen wollte.
    Und das nicht zu leicht.
    Gut dass ich mich rechtzeitig gefangen hatte.
    Das hätte schief gehen können.
    „…“
    Während ich sie so betrachtete versuchte ich klar zu denken.
    Aber das fiel mir schwer.
    „…“
    Sie sollte nicht gehen müssen.
    Verhindern konnte ich das allerdings auch nicht.
    In meinem Laden konnte sie auch nicht arbeiten.
    Es gab keine Aufgabe für sie.
    „…“
    Von den Gefahren mal abgesehen.
    Sie löste das Problem meiner Einsamkeit, aber dafür würde ich sie nicht in Lebensgefahr bringen wollen.
    Noch mal schloss ich die Augen.
    Es…musste doch irgendeine Lösung geben.
    „…!“, schlagartig kam mir eine Idee, aber daran war im Leben nicht zu denken.
    Schon gar nicht nach so kurzer Zeit.
    Auch wenn es nur Formell war.
    Aber dann dürfte sie sicherlich in Japan bleiben.
    Eve rührte sich und öffnete leicht die Augen.
    Blinzelte und sah mich dann an.
    Hob beschämt die Hände über ihr Gesicht und fiepte: „Ohayou.“
    Ich streichelte ihr über den Kopf: „Ohayou.“
    Hielt kurz Inne.
    Sie kam mir dann allerdings zuvor und sah mich mutig an: „Wie hast du geschlafen?“
    Ich nickte und lächelte: „Und du?“, fragte ich frech.
    Sofort lief sie wieder knallrot an.
    Da war wieder die Eve, so wie ich sie kannte.
    „G-gut. S-sehr gut.“, sagte sie zögerlich und wich meinen Blicken wieder aus.
    Sie schämte sich offenbar doch sehr für das, was passiert war.
    Es beruhigte mich allerdings sehr zu sehen, dass sie es nicht bereute.
    Zögerlich rückte sie näher zu mir.
    Drückte ihren warmen, weichen Körper an mich.
    „…“, mein Herz machte einen Sprung.
    „Sei vorsichtig. Sonst vernasch ich dich gern noch einmal mit Tageslicht. Dann sehe ich wenigstens zusätzlich deine Reaktionen.“
    Weit riss sie die Augen auf und versteckte sich dann an meiner Brust.
    „N-nein…b-bitte nicht. Das wäre mir…unendlich peinlich.“, fiepte sie.
    Wieder schloss ich die Augen.
    Ihr Abschied würde mir…mehr als schwer fallen.
    Aber halten konnte ich sie auch nicht.
    „…“
    „Uta?“
    „Hm?“, ich öffnete meine Augen wieder.
    „Warum schaust du denn so traurig?“
    Ich suchte nach Worten.
    „Hab ich traurig geguckt?“
    „Ja.“
    „Hab ich gar nicht gemerkt.“
    Sie streichelte mir über die verwuschelten Haare.
    „Nicht traurig sein. Wenn es daran liegt, dass ich in gut 3 Wochen weg bin.“, sie lächelte.
    „…“, das war wirklich nur schwer zu ertragen.
    „Ich kann doch jederzeit wiederkommen.“
    Aber auch nicht für lange…
    „Dann komm ich dich besuchen und pflege dich ein bisschen.“
    Und dann bist du auch schon wieder weg.
    „…“
    „Schau doch nicht so böse. Da krieg ich ja angst…“, fiepte sie und zog die Hände zurück.
    Ich hielt ihre Handgelenke fest und drückte ihre Hände auf meine Brust.
    Umschlang ihren Oberkörper und zog sie noch näher an mich heran.

    Zu meinem Bedauern gingen diese 3 Wochen ziemlich schnell um. Sie arbeitete ihre restliche Zeit ab. Und ich schmiss wie immer meinen Laden.
    Abends kam sie vorbei. Wir gingen zu ihr und gelegentlich zu mir.
    Manchmal zog ich auch mit ihr durch Bars oder Einkaufsstraßen.
    Die restliche Zeit wollte ich mehr mit ihr verbringen. Itori und Yomo hatte ich das bereits mitgeteilt.

    Jetzt stand sie da. Mit ihren gefüllten Koffern am Schalter vom Check-in.
    „…“, ich hatte sie begleitet.
    „So, Koffer sind weg.“, breit lächelte sie.
    Das war kein ehrliches Lächeln.
    Daher kniff ich ihr in die Wangen: „Hör auf so blöd zu Grinsen. Das macht mich wütend.“, drohte ich ihr.
    Sie hielt sich die Wangen und tränte leicht: „I-ist ja gut. Aber…weinen will ich auch nicht.“, gab sie zu.
    Sollst du auch nicht. Ich kann dich ja eh nicht trösten.
    In meiner Tasche trug ich mein Geschenk für sie mit mir rum.
    „…“, wann sollte ich ihr das nur geben?
    Sie hatte nun auch nur noch eine Umhängetasche.
    „Gehen wir in ein Café, bis ich zum Terminal muss.“, sie nahm mich an der Hand.
    Leicht nickte ich und ging mit ihr mit.

    Hier würde ich ihr das letzte Mal einen ausgeben. Jedenfalls bis zu dem Tag, wo sie wiederkam.
    „…“
    Meinen Kopf stützte ich auf meiner Hand auf, und den Ellenbogen auf dem Tisch.
    Starrte in meine Tasse mit dem schwarzen Kaffee.
    „Wenn ich wiederkommen müssen wir unbedingt mal zusammen essen gehen.“, warf sie ein.
    Als mir bewusst wurde, was sie da sagte graute es mir doch etwas vor einem Wiedersehen.
    „…“, ich konnte es ihr einfach nicht sagen.
    Die Hürde war zu groß und die Angst sicherlich auch.
    Hinterher war sie weg und wollte mich nie wiedersehen.
    Verraten würde sie mich nicht…oder?
    Nein! Klappe halten.
    „Jetzt schau doch nicht so grummelig.“, bat sie mich und legte ihre Hand auf meine.
    Ruckartig zog ich an ihr und küsste sie über den Tisch hinweg.
    Sollten die Leute doch gucken.
    Ihre Hitze schlug mir entgegen.
    Als ich von ihr abließ war sie wieder knallrot.
    „Schade, dass wir uns nicht schon länger kennen. Hätte ich dich einfach geheiratet. Dann müsstest du gar nicht erst gehen.“, haute ich raus.
    Mit großen Augen sah sie mich an.
    „U-uta!“
    „Hab ich etwa unrecht?“
    Sie zögerte und schüttelte den Kopf.

    Der Moment rückte näher.
    Ich begleitete sie zum Terminal.
    „Hey, warte.“, sagte ich mit starker Stimme.
    Augenblicklich blieb sie stehen und drehte sich zu mir.
    Aus meiner Tasche kramte ich das Geschenk.
    „Packs aus.“, befahl ich.
    „H-hier?!“
    „Ja. Jetzt.“, ich wollte einfach ihr Gesicht sehen.
    Ihre Finger zitterten richtig.
    War sie nervös? Oder ängstlich?
    Zittrig riss sie das Geschenkpapier von der Maske.
    Mit großen Augen sah sie mich an.
    „Hab ich für dich gemacht. Hat etwas gedauert, aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“
    „F-für mich?“, fragte sie mit zittriger Stimme.
    Ich nickte.
    Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
    Diese wischte sie sich mit dem Ärmel weg.
    Gut dass sie nicht geschminkt war.
    „Danke…“, ihre Stimme brach ihr weg.
    Daher nahm ich sie einfach in den Arm.
    „Meld dich bei mir, wenn du zu Hause bist. Egal wie spät es ist.“, ich schob einen Zettel in ihre Jackentasche mit Kontaktdaten und meiner Adresse.
    „W-werde ich…“, traurig sah sie zu Boden, als ich von ihr abließ.
    „…“
    Es wurde ein Ausruf getätigt.
    „Das ist mein Flieger. Ich…sollte schnell zum Terminal gehen.“, sagte sie bedrückt.
    „Un. Machs gut…“, sagte ich leise.
    Plötzlich warf sie sich in meine Arme. Drückte sich fest an mich.
    Einen Kuss gab sie mir noch, dann lief sie los.
    Ich konnte ihr nur nachsehen.
    „…“
    Ein beschwerliches Gefühl machte sich in mir breit.
    Es war so schwer, dass ich kaum atmen konnte.

    ENDE

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa 15 Dez 2018, 17:03