Imperfect Flower

Just for the two of us


    It is Forbidden

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    Maririn

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    It is Forbidden

    Beitrag von Maririn am Fr 17 Aug 2018, 09:08

    Beschämt saß sie am Frühstückstisch.
    Anmerken ließ Selene sich allerdings nichts.
    Ganz ernst und ohne unnötig viel über ihren Zustand und
    ihre Gedanken preiszugeben, aß sie die Pfannkuchen, die vor ihr auf dem
    Teller getürmt lagen.
    "Schmeckt es dir?", fragte der blonde Mann, eigentlich ihr Chef, der ihr noch einen
    Kaffee dazu stellte und sich selbst mit seinem in der Hand ihr gegenüber setzte.
    Die Schwarzhaarige nickte.
    Ihr Herz raste.
    Wie war sie nochmal in diese Situation geraten?

    Vor ein paar Wochen hatte sie mit ein paar anderen Turks einen Auftrag erhalten.
    Eine Gruppe der Mafia hatte es auf den Präsidenten abgesehen.
    Und noch bevor sie davon Wind bekamen, dass er davon wusste, wollte er schon einmal Gegenmaßnahmen einleiten.
    "Reno, du fliegst Tseng, Elena, Selene und Rude in die Nähe des Stützpunktes.
    Von dort aus werdet ihr vom Boden aus weiter agieren.
    Ich erlaube keine Fehler. Euch sollte bewusst sein, welche Konsequenzen das hätte."
    Alle nickten.
    Seinen sicheren Tod. Und auch ihren.
    "Geht klar.", sagte Reno locker.
    Am Abend sollte die Mission beginnen.

    Selene verbrachte noch ein bisschen Zeit im Kellerraum und irgendwie auch Aufenthaltsraum der Turks.
    Sie wollte bei voller Konzentration sein und trainierte daher ein wenig.
    Reno beobachtete sie.
    "Du bist ja ganz schön motiviert.", amüsierte er sich über die Schwarzhaarige.
    "Jeder Fehltritt ist unverzeihlich. Das sollte auch dir bewusst werden, du Mienentreter."
    Der Rothaarige war manchmal weniger geschickt.
    "Chill dich. Ich flieg euch nur hin. Dann mach ich mich vom Acker."
    "Gut.", werte sie das ab und beachtete ihn nicht weiter.
    Als es so weit war betrat Tseng den Raum.
    "Macht euch bereit. Wir brechen auf."
    Selene kam gerade angezogen aus den Sanitärräumen und stattete sich mit
    versteckten Waffen aus.
    Nur für den Notfall.

    Im Helikopter wurden alle doch etwas nervös.
    Jeder versuchte auf seine Weise damit fertig zu werden.
    "Jetzt.", zischte Tseng plötzlich.
    Reno flog nah am Boden und ließ alle raus.
    "Viel Erfolg!", rief er noch.
    Stand mit allen allerdings in engem Funkkontakt.
    Damit auch er wusste, was unten abging.

    Es war stocke Finster.
    Der Stützpunkt der Angreifer lag sehr versteckt in einem Waldstück und hier gab es keine Lichter.
    Nachtsichtgeräte hatten sie ebenfalls.
    Tseng hatte als Teamleiter alles unter Kontrolle.
    Nur mit Handzeichen verteilte er sein Team.
    Rude und Selene auf die eine Seite, Elena ging mit ihm auf die andere.
    Alle waren kampfbereit und warteten nur auf weitere Anweisung von Tseng.
    Die Besprechung hatte im Helikopter stattgefunden. Und alle hatten den Plan der Umgebung nun im Kopf.
    Wie sie im Notfall zu verfahren hatten, wusste auch jeder.
    Auf sein nächstes Zeichen hin schwärmten die 4 aus.
    Rude trennte sich von Selene und stürmte vor.
    Er außen, sie innen.
    Tseng stürmte ebenfalls innen und Elena außen.
    Kurz vor dem Versteck hielten sie inne.
    Machten sich ein Bild von der Lage.
    2 Wachen, kurz vor dem Schichtwechsel.
    Ganz schön mager...
    Ob das eine Falle war?
    "Alles sicher. Bleibt unauffällig.", das waren die Anweisungen via Funk.
    In Blickkontakt standen die 4 jetzt wieder über weitere Entfernung.
    Die Wachen wechselten und schon ging es los.
    Sie waren unaufmerksam und plauderten sogar noch.
    Der beste Moment um unbemerkt näher ans Ziel kommen zu können.
    So konnte niemand Alarm schlagen.
    Das Dach war das Ziel.
    Tseng nahm mit Elena einen anderen Weg hinein.
    Rude und Selene trafen sich wieder am Gebäude, und wie automatisch faltete er die Hände ineinander, sie stellte
    einen Fuß rein und stieß sich ab.
    Landete eleganz auf dem Dach.
    Mit einem Seil, welches sie oben befestigte und ihm runter warf, kam auch er hoch.
    Alles andere machte zu viel Lärm.
    Schnell das Seil verschwinden lassen und das Schloss der Dachtür knacken.
    Hier hielt auch niemand wache.
    Das war wirklich schon zu einfach.
    "...", das machte nicht nur sie stutzig.
    Bei einem Blick zu Rude sah sie das auch in seinem Gesicht.
    Aber ein Zurück gab es auch nicht mehr.
    Im Voraum standen wieder Wachen.
    An denen mussten sie jetzt vorbei.
    Gerade als Selene zur Waffe griff, hielt er sie zurück und zeigte ihr etwas anderes.
    Eine Kugel hielt er in der Hand.
    "Pass auf...", hauchte er und ließ sie zu ihnen kugeln.
    Verwirrt sahen die schwer bewaffneten Männer diese Kugel an, die auf sie zurollte.
    Bevor sie verstanden hatte, dass jemand eingedrungen war, versprühte die Kugel bereits ein Schlafgas.
    "Luft anhalten.", riet er Selene.
    "Hättest du mal vorher-!"
    Schon hielt er ihr den Mund zu.
    Als der Rauch sich verzogen hatte, lagen die Männer am Boden.
    Tseng und Elena kamen in dem Moment durch den Nebengang und bedienten sich der Waffen der Männer.
    "Gute Arbeit.", lobte Tseng sie.
    Sie traten vor und nickten.
    Jetzt stand das Schwierigste bevor.
    In dem Moment holte Tseng tief Luft: "Das ist eine Falle."
    Also hatte auch er das bemerkt.
    "Ihr geht zurück. Beschützt den Präsidenten. Wir wurden entlarvt."
    Hinter Selene tauchten noch mehr Männer auf, vermummt und schwer bewaffnet.
    Elena peilte sie an und schoss mit dem Sturmgewehr an Rude und Selene vorbei.
    Ohne groß nachzudenken flüchteten beide aus dem Stützpunkt.
    "Reno! Bring uns hier weg!", rief Selene über Funk.
    Relativ schnell war der auch wieder da.
    Über die Leiter kletterten sie zurück in den Helikopter.
    "Das ging aber ganz schön schnell. Ich dachte-! Ah! HEY!", Selene hatte ihn von
    seinem Pilotensitz gezogen und sich selbst hinters Steuer gesetzt.
    "Festhalten!"
    Rude folgte sofort der Anweisung. Reno hingegen meckerte noch, dass er fliegen wollte als er dann letztlich
    durch die Maschine kugelte und neben Rude landete.
    "Hättest du mal auf sie gehört.", durfte er sich noch anhören.
    Mürrisch hielt er sich den Kopf.
    Diese blöde Kuh.

    Es wurde auf sie geschossen.
    Auf selber Höhe. Also ebenfalls ein Flugobjekt.
    "Rude!"
    "Bin schon dabei!", er schnallte sich ab und schnappte sich eine in der Ecke stehende Bazuka.
    "Anvisiert."
    "Feuer!", sagte sie ungeduldig.
    "Dann holen wir den Vogel mal vom Himmel!", Reno schloss sich mit einer weiteren Kampfwaffe an.
    Auch dieses Problem löste sich schnell.
    Bevor dann schon das Nächste kam.
    Ein Anruf auf ihrem Handy.
    "Redgrave?"
    "Sie haben den Präsidenten. Beeilt euch und geht vorsichtig vor. Diese Leute lassen nicht mit
    sich verhandeln!
    "
    Das war Tseng.
    "Verstanden!", gab sie trocken zurück und legte auf.
    "Darf ich wieder fliegen?", fragte Reno aufgeregt von hinten.
    Selene nickte und wank ihn zu sich.
    Das erfreute ihn, denn er flog den Vogel wirklich gern.
    Kurz besprach sie mit ihnen die Lage und entwickelte mit ihnen eine Strategie.

    Ein Plan A und ein Plan B standen, als sie ankamen.
    Diesmal war Reno mit dabei.
    Total nervös freute der sich bereits sogar auf die Konfrontation.
    Denn das war unvermeidbar.
    Nur warum war Selene so nervös.
    Reno und Rude versuchten sich davon nicht ablenken zu lassen.

    Also stürmten sie das Gebäude.
    Verdächtig ruhig, dafür, dass eine Gruppe der Mafia den Präsidenten gefangen hielten.
    "Im Keller.", vermutete Selene.
    Schien auch den beiden anderen Plausibel.
    Rude trat die Tür einer Kammer auf und Reno sprang mit Selene hinein.
    Mit erhobenen Waffen.
    Doch direkt wurde auf sie gezielt.
    "Waffen fallenlassen!", rief einer.
    Diese Typen waren mit schlimmeren Waffen ausgestattet.
    Reno und Selene sahen sich an und nickten sich zu.
    Ließen die Waffen fallen und hoben die Hände.
    Sofort kamen die Männer näher und packten ihre Handgelenke, verdrehten sie auf den Rücken.
    Rude war wieder in die Obere Etage gegangen, so wie es geplant war.
    Wenn alles glatt lief, war er auf dem Weg zum Kontrollraum.
    "Das sind also deine berühmten Turks, vor denen jeder solche Angst hat? Erbärmlich!"
    Ein vermummter sprach mit Rufus Shinra, der gefesselt auf einem Stuhl saß.
    Dieser sagte aber nichts dazu.
    Er vertraute voll und ganz auf die Fähigkeiten seiner Leute.
    Das war mit Sicherheit nicht alles, was sie sich ausgedacht hatten.
    Aber ein bisschen Schauspielerei zählte eben auch dazu.
    Die Fesseln hatte er längst gelockert und wartete nur auf den richtigen Moment sein Gegenüber
    niederzustrecken.
    Der vermummte Mann packte sich die Schwarzhaarige, die gerade von seinem Kollegen gefesselt worden war.
    Riss sie zu Boden, vor Rufus Augen.
    Stellte seinen Fuß auf ihren Rücken, damit sie nicht hoch kam.
    "Wie wärs wenn ich zum Aufwärmen der Kleinen den Kopf wegblase?", fragte er amüsiert.
    "Dann könnte das Blutbad doch beginnen, oder?"
    Seine Leute gröhlten und waren ebenfalls begeistert von dieser Idee.
    Plötzlich ertönte eine Stimme in Reno's und Selene's Ohr.
    "Der Kontrollraum ist gesichert. Fangt an."
    Rude hatte sich allein durch das Gebäude gekämpft und den Kontrollraum unter seine Gewalt gebracht.
    Mit etwas Mühe zog Selene dem bewaffneten und vermummten Anführer die Beine weg.
    Wirklich sicher stand er mit seiner Aktion nämlich nicht.
    Dabei trat sie auch die Mündung der Waffe in die Höhe, damit keiner verletzt wurde, falls sich ein Schuss löste.
    So schnell wie Reno ebenfalls durch den Raum stürmte, sich seine Waffe schnappte und die Umliegenden zu Boden rang, konnte
    niemand von ihnen reagieren.
    Selene bemächtigte sich der Waffe des Mannes und zielte auf ihn: "Vielleicht sollte ich mit einem Kopf beginnen.", drohte sie.
    Rufus erhob sich: "Ich habe genug vertrauen in meine Leute und ihre Fähigkeiten. Sieht so aus, als könntest du das nicht."
    "Wie...? Wie hast du...?", begann er aber Selene's Tritt in seine Magengrube hinderte ihn sofort am Sprechen.
    Der Blonde hockte sich neben seinen Gegner und lächelte ihn triumphierend an.
    "Keine Sorge. Es ist gleich vorbei. Lebend verlasst ihr dieses Haus nicht mehr."
    Damit war klar, welche Aufgabe Selene, Reno und Rude nun hatten.
    "Hehe! Das macht Spaß!", kommentierte Reno seine Aussage.
    Nur einen Moment unachtsam, bäumte sich einer der Männer wieder auf und zog Reno seine Waffe über den Kopf.
    Die Schwarzhaarige reagierte und zielte mit ihrer Handfeuerwaffe in die Richtung.
    Rufus hatte sich wieder erhoben und stand direkt vor ihr.
    Schon fast zu nah.
    Daher wurde sie doch etwas nervöser als ihr lieb war.
    "Hände hoch! Waffe fallen lassen!"
    "Natürlich kann ich mich auf meine Leute verlassen. Und was deine Leute können, kann ich schon lange."
    Sofort verlor Selene den Boden unter den Füßen.
    Doch statt dem bevorstehenden Aufprall riss der Mann sie mit sich zurück.
    Nutze ihre Waffe in ihrer Hand gegen sie.
    Entsicherte sie.
    "Keine Bewegung, oder sie ist tot!", er richtete ihre Waffe an ihren Kopf.
    Rufus lächelte: "Wirklich? Als würde ich wegen einer Angestellten direkt aufgeben."
    Das schlug sie doch etwas nieder.
    Aber warum so sehr...?
    Nein, so nah bei ihm zu arbeiten, tat ihr nicht gut.
    Sie hätte den Job schon längst an den Nagel hängen sollen, seitdem sie sich ihrer Gefühle bewusst geworden war.
    Unter diesen Bedingungen konnte sie kaum klar denken.
    Dabei war sie wirklich diszipliniert und konnte klar Arbeit und Privates trennen.
    "Sie ist dir also nicht wichtig?", fragte der Mann mit einem hinterhältigen Grinsen.
    "Nicht im geringsten.", antwortete Rufus eiskalt.
    "Na dann-...ha? Urgs!"
    Schon fand er sich am Boden wieder und Selene sich in Rufus Armen.
    Rude hatte sich in den Raum geschlichen und die angespannte Situation für sich genutzt.
    Und Reno war im selben Moment auf den wieder aufgestandenen Mann, der ihn niedergeschlagen hatte, losgegangen.
    Somit war die Situation wieder unter Kontrolle.
    "Glaubst du wirklich, ich würde nicht um gute Arbeitskräfte kämpfen?"
    Die Finger des Präsidenten schlangen sich in Selene's und entnahmen ihr die Waffe.
    Er zielte auf den Mann und erschoss ihn Gnadenlos.
    Reno und Rude nahmen das zum Anlass die anderen ebenfalls den Gar auszumachen.
    Und damit war die Mission beendet.

    Seitdem war ihr klar, dass der Präsident durchaus von ihren Gefühlen wusste.
    Er hatte allen für ihre Unterstützung gedankt und Selene länger dabehalten.
    War aus seinem Sessel aufgestanden, um den Tisch herum und hatte sie zur Rede gestellt.
    Nicht um sie fertig zu machen, warum sie bei der Mission so neben der Spur gewesen war.
    Sondern um reinen Tisch zu machen.
    Und bei der Gelegenheit direkt klar gemacht, dass er absolut nicht abgeneigt war.

    Seither waren fast über 2 Monate vergangen.
    Rufus hatte sie an einem Abend zu sich eingeladen, andem Bella, seine Tocher nicht zu Hause war.
    Sie übernachtete bei Freundinnen.
    Die Nacht über war sie ebenfalls bei ihm geblieben.
    Und nun saß sie mit ihm am Frühstückstisch.
    Charmant lächelte er: "Was hast du? Ist dir doch etwas zuwider?"
    "Nein, nichts. Ich...-"
    Er drückte ihr einen sanften Kuss auf die Lippen.
    Ohne jede Vorwarnung.
    Sofort verstummte sie.
    "Dann ist ja gut."
    Dieser...-
    Es fühlte sich für sie einfach zu verboten an, als dass sie so locker mit ihm umgehen konnte.
    Das "Sie" hatte sie inzwischen aufgegeben, da er sie nun mehrere Male verbessert hatte.
    Aber das "Du" umging sie trotzdem.
    Den Arbeitsschalter umzulegen...war extrem schwer. (/////)
    Und er machte sich einen Spaß daraus.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa 15 Dez 2018, 17:03