Imperfect Flower

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    Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

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    Hiiragi Saeko
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    Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

    Beitrag von Hiiragi Saeko am Sa 20 Jul 2013, 19:48

    Einfach, weil ich keine Ahnung habe, wo ich es sonst auf der Seite unterbringen soll
    (um sie immer mal wieder zu lesen), werde ich mir jetzt hier selbst eine Kleinigkeit schreiben (๑・ω-)~♥”
    Dann habe ich immer wieder mal etwas, dass mich zum Tagträumen animieren könnte.

    Diese Sache hier ist mir heute Morgen in den Kopf gesprungen, als ich mich in der
    Bahn einfach nur hinsetzen wollte, aber wegen nem Fahrradanschnaller für Krach
    und Aufsehen gesorgt habe (」゜ロ゜)」 Dämliche Klappsitze!!


    ☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆.。.:*・°☆
    WAS FÜR EIN MORGEN [Alltag, Romantic >x<;]
    Teil 1

    Hi, mein Name ist Nojiko und ich fahre seit etwa einem halben Jahr immer
    mit der gleichen Bahn, um die gleiche Zeit im selben Wagon zur Arbeit.
    Schnell habe ich bemerkt, dass dies auch viele andere Leute so tun.
    Immer die gleiche Uhrzeit, außer bei Verspätungen, immer der gleiche Wagon.

    Manche Leute schafften es sogar immer auf dem gleichen Platz zu sitzen.
    Da war ich mir aber sicher, dass diese schon locker eine Stunde in der Bahn
    saßen und ganz zu Beginn eingestiegen waren.
    Muffelig und mit Kaffee saßen die einen, andere mit Kopfhörern und schlafend
    auf ihren Sitzen und ließen sich zu ihrem Ziel bringen.
    Es gab natürlich auch die Leser, die jede Woche ein anderes Buch lasen.

    Ich gehörte zu der Sorte Kopfhörer und aus dem Fenster starrend.
    Mir war es egal, ob ich Stehen musste oder Sitzen konnte.
    Hauptsache war geworden, dass ich immer in der Nähe der vorletzten Türe
    des Wagons war.
    Der Grund...ziemlich...blöd, wenn ich ehrlich sein soll.
    Ein Junge...oder eher ein Mann, ich bin ja kein Schulkind mehr! ><

    Jedenfalls...hatte er es mir angetan.
    Ich beobachtete ohnehin gerne Menschen.
    Meistens brachte mich das aber zum Kopfschütteln, Gesicht verziehen
    oder zum Lachen, welches ich mir dann aber krampfhaft verkniff.
    Aber zurück zum Thema.

    Er hatte schwarze, längere Haare, womit er hinten einen Zopf band.
    Die Haare vorn waren stufig und fielen ihm ins Gesicht.
    Meistens hatte er die Stirn frei, außer er hatte verschlafen - zumindest
    war es meine Vermutung für die Tage, an denen sein Pony ähnlich wie
    meiner auf der Stirn lag.

    Sein Gesicht hatte sanfte Züge.
    Unter den Augen, über die Wangen waren ganz leichte
    Falten zu sehen.
    Wirklich nicht besonders auffällig, aber sie waren da.

    Von der Statur her, war er etwas größer als ich. Recht schmal, aber nicht
    extrem dünn, sodass man meinen könnte, seine Arme wären Fäden.
    Seine Lieblingskleidung - oder zumindest das, was ich immer an ihm sah - war recht
    simpel gehalten.
    Angenehm eng anliegende, langärmlige Shirts, eher in gedeckten Farben.

    Was ich aus meinen Beobachtungen schließen konnte - nein ich bin
    kein Stalker - war, dass er viel und gerne las.
    Daraus schloss ich, dass er ein ruhiger Typ sein musste.
    Dicke Bücher. Romane. Selten ernst wirkende Mangas.
    Die Geräusche um ihn herum schienen ihn nicht zu stören.
    Hin und wieder sah er auf, vermutlich um seinen Augen kurz eine Pause zu gönnen.
    Manchmal sah er dabei in meine Richtung, aber ich sah dann immer schnell weg.

    Zwar konnte ich mir nicht vorstellen, dass er mich ansehen würde, weil ich ich war, sondern
    eher weil ich einfach da stand.
    Trotzdem wollte ich meine These nicht überprüfen.
    Ich war viel zu scheu, um mit einem Fremden Blickkontakt zu halten.
    Vor allem wenn er dieser Fremde war!

    Dann kamen wir zu diesem schrecklichen Morgen.
    Egal was ich heute anfasste, es fiel zu Boden, auf den Tisch oder woanders hin, Hauptsache
    es fiel aus meinen Händen.
    Angefangen mit dem Backblech um 5 Uhr.
    Laut donnerte es erst auf meinen Fuß und dann auf den Boden.
    Darauf folgten noch ganz viele andere Dinge.

    Mit den Kopfhörern in den Ohren stand ich am Gleis und wartete auf die Bahn.
    Pünktlich kam sie an und von außen konnte ich schon sehen, dass die
    Klappsitze heute überraschen frei waren.
    Aus dem Augenwinkel konnte ich auch sehen, dass mein...Schwarm diesen
    ätzenden Wetterwechsel gut überstanden hatte...denn er saß auf seinem Platz.
    Der 4er an der 2. Türe, Blickrichtung nach vorn, Sitz im Gang.

    Schnell wollte ich sitzen, da ich am Vorabend nicht so schnell
    einschlafen konnte, wie ich es am liebsten getan hätte.
    Doch grade, als ich mich niederließ knallte es laut unter meinem Hintern.
    Erschrocken riss ich die Augen auf.
    Der Sitz blieb zum Glück heile.
    Ich konnte spüren, wie genervt mich die Leute ansahen.

    Er hingegen sah nur kurz auf, betrachtete mein erschrockenes Gesicht
    und lächelte sanft, bevor er dann weiterlas.
    Ich merkte wie ich rot wurde.
    Schnell versteckte ich mein Gesicht hinter meinen Haaren.
    Wurde ich rot, weil ich soviel negative Aufmerksamkeit auf mich gezogen hatte, oder
    weil er mich so friedlich angelächelt hatte?!

    Die restliche Fahrt sah ich nicht auf.
    Zu sehr schämte ich mich für diesen dummen Sitz.
    Es hätte nur noch gefehlt, dass er abgebrochen wäre.


    To be continued (`・ω・´)ゞ
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    Hiiragi Saeko
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    Re: Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

    Beitrag von Hiiragi Saeko am Sa 20 Jul 2013, 19:49



    WAS FÜR EIN MORGEN (Teil 2)

    Als ich dann eine Haltestelle vor meiner eigentlichen war, stand ich auf.
    Ich wollte allerdings nicht an der hinteren Türe aussteigen, weil sich während der
    Fahrt ein etwas unheimlicher Kerl dort seinen Platz gesucht hatte und ich
    komische Menschen immer zu dummen Taten animierte - ohne es zu wollen.

    Nach so einem Morgen wollte ich mir das ersparen, also wackelte ich langsam
    zur nächsten Türe.
    Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass der Bahnfahrer plötzlich abbremste
    und ich aus dem Gleichgewicht kam.
    Genauso schnell wie er gebremst hatte, gab er unnötigerweise auch wieder Gas, sodass
    ich mich einen Moment später auf dem Schoß einer Person wiederfand.
    Mein Gesicht war auf meinen Armen gelandet.

    Oh Gott, wie peinlich!!
    Schnell versuchte ich aufzustehen, aber ich fand meine Füße nicht wieder.
    Sie wollten einfach nicht auf den Boden kommen.
    "Ist alles okay?"
    Eine dunkle Stimme.
    Ein Mann?!
    Ich sah mich ein wenig um und bemerkte WO ich gelandet war.
    Am liebsten wäre ich jetzt vor Scharm gestorben.
    Heftig nickte ich und rutschte rückwärts auf den Boden.

    Ein dunkelgraues Augenpaar sah mich an.
    Tatsächlich war ich auf ihm gelandet.
    Sein Buch lag neben mir auf dem Boden.
    Mit hochrotem Kopf und total hastig versuchte ich aufzustehen.
    Währendessen hob er meine Tasche und sein Buch auf, stand auf und reichte
    mir die Hand.
    "Hoffentlich hast du dir nicht wehgetan."
    Er war wirklich zuvorkommend.

    Mit mir zusammen stieg er aus und brachte mich dazu, mich auf die Bänke zu setzen.
    "E...ano..."
    Ich bekam kein Wort heraus.
    Normalerweise stieg er doch irgendwann nach mir aus.
    Doch hatte er sich nun vor mich gehockt und betrachtete meine Beine.
    Aufgeschürft hatte ich mir nichts.
    "Tut mir Leid...", stammelte ich leise.

    Heute war wirklich nicht mein Tag.
    Er musste denken, ich sei dumm und tollpatschig.
    "Wenn dir nichts passiert ist, musst du dich nicht entschuldigen."
    Aufmunternd lächelte er.
    Ich konnte nicht anders, als dieses Lächeln zu erwidern.

    "Hoffentlich kommst du nicht zu spät."
    Langsam schüttelte er den Kopf.
    "Du hoffentlich auch nicht."
    Ich wandte mich zum Gehen.

    Mein Herz klopfte wie wahnsinnig, bemerkte ich, als ich die Stufen
    vom Bahnsteig runterging.
    Wer hätte gedacht, dass...
    Ich Idiotin!!!
    Das war die einmalige Chance ihn nach seinem Namen zu fragen.
    Oder ihm meinen zu sagen.
    Wieso war ich nur so doof?
    Morgen früh wäre es doch total dämlich, hinzugehen und ihn zu fragen.
    Das war ohnehin nicht meine Stärke.

    Wenigstens war mein restlicher Tag gut.
    Keine Dinge fallen gelassen, keine wichtigen Sachen geshreddert.
    Aber das schlimmste war doch diese Aktion in der Bahn.
    Erst dieser Sitz und dann musste ich ausgerechnet auf dem Schoß
    der Person landen, die ich insgeheim bewunderte.


    ヽ(`Д´)ノ (д´ノ) ヽ(   )ノ (ヽ´△) ヽ(´△`)ノ ヽ(`Д´)ノ (д´ノ) ヽ(   )ノ (ヽ´△) ヽ(´△`)ノ ヽ(`Д´)ノ (д´ノ) ヽ(   )ノ (ヽ´△) ヽ(´△`)ノ



    Am nächsten Morgen betrat ich mit gesenktem Kopf die Bahn.
    Wie gewohnt und ohne Nachzudenken sah ich nach, ob er auch
    wieder auf seinem Platz saß und las.
    Tatsächlich sah er zur Türe und lächelte mich an.
    Mit einer sanften Handbewegung gab er mir zu verstehen, dass ich
    mich neben ihn setzen konnte.

    Erschrocken folgte ich seiner Einladung.
    Sagte aber nichts. Genau wie er.
    Er las in Ruhe weiter.
    Aber ich konnte nicht ruhig bleiben.
    Wie seltsam es war, einfach neben ihm zu sitzen.
    Wo doch gestern sowas peinliches passiert war und...
    Grade als ich meinen Gedanken zu Ende führen konnte, bemerkte
    ich, dass auf meiner Tasche ein Briefumschlag lag.

    Wo kam der so plötzlich her?
    Fragend sah ich kurz neben mich.
    Dann hob ich den Brief hoch.
    'Erst außerhalb der Bahn öffnen.'

    Das war mir nicht geheuer, aber warum nicht?
    Ob er wohl von ihm war?
    Aber wann sollte er ihn dort hingelegt haben?
    War er überhaupt für mich?!


    To be continued



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    Hiiragi Saeko
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    Re: Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

    Beitrag von Hiiragi Saeko am Sa 20 Jul 2013, 19:49

    WAS FÜR EIN MORGEN (Teil 3)

    "Jamata yo.", quietschte ich fast, als ich aufstand.
    "Sayonara."
    So eine sanfte Stimme.
    Ich holte scharf Luft und drückte den Umschlag an mich.

    Schnell hastete ich auf die Arbeit.
    Schloss meine Türe hinter mir und warf meine Tasche an ihren
    üblichen Platz.
    Dann starrte ich den Umschlag an. ヘ(・_|
    Vorsichtig öffnete ich ihn.

    Eine Postkarte mit einer Kaffeetasse drauf.
    'Guten Morgen.
    Ich hatte nicht erwartet, dass du so stürmisch bist ( `ω´ )
    Sondern eher schüchtern.
    Würdest du mit mir einen Kaffee trinken gehen?
    - Itachi (der immer in der Bahn liest)'

    Fassungslos starrte ich die Buchstaben an.
    Träumte ich?!
    Wieder und wieder las ich den Text durch.
    Konnte man diese Worte, in dieser Reihenfolge überhaupt verwenden, wenn
    der dadurch entstehende Text an mich gerichtet war? (〃 〃)

    Itachi...das war also sein Name?
    Da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen.
    Gründlich beäugte ich die Karte.
    Keine Mail-Adresse, Nummer oder sonst was.
    Wie sollte ich ihm antworten?!
    Etwa persönlich?
    Wo ich es heute Morgen nicht mal schaffte, ihn zu grüßen?

    In der Mittagspause holte ich eine ähnliche Karte.
    Ich würde es einfach so machen, wie er es getan hatte!
    'Gerne nehme ich deine Einladung an (*ノωノ)
    - Nojiko (inu-chan92@xxxxx.jp)'
    Meine zweifelnden Worte wollte ich nicht dazu setzen.
    Was erhoffte er sich von einem Kaffee?
    Ich war sicherlich nicht besonders interessant.

    Mit allem Mut, den ich aufbringen konnte, steckte ich den Umschlag
    in seine Buchseiten, kurz bevor ich am nächsten Morgen ausstieg.
    Es war irgendwie seltsam.
    Aber ich war wirklich zufrieden.
    Aus meiner Zufriedenheit wurde ich gerissen, als mein Handy vibrierte.

    'raven-the-hon@xxxxx.jp: Arigatou.'
    Eine Mail?
    'Nojiko-chan 〆(・/ \・@)
    Danke für die Karte. Und erst recht für das, was drauf stand.
    Auf den Kaffee freue ich mich schon sehr lange.
    - Itachi'

    To be continued...






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    Hiiragi Saeko
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    Re: Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

    Beitrag von Hiiragi Saeko am Sa 20 Jul 2013, 19:49

    WAS FÜR EIN MORGEN (Teil 4)


    Was sagte ich da?
    Aus meiner Zufriedenheit gerissen?!
    Nein ganz und gar nicht! (;゙°´ω°´)
    Nun war ich total überwältigt.
    So sehr, dass ich die Mail nicht mal mit meiner
    vollen Aufmerksamkeit gelesen hatte.

    Was ich allerdings nachholte, nachdem ich mein morgendliches
    Programm auf der Arbeit erledigt hatte: Wasserkocher befüllen und
    anmachen, Teetasse vorbereiten, Musik anmachen und die
    üblichen Morgenmails an meine Freunde schreiben.
    Ich nahm mein Handy in die Hand, legte wie immer den kleinen
    Dango-Anhänger in meine Handfläche und öffnete nochmal die Mail.

    Unbewusst begann ich beim letzten Satz laut zu lesen und ungläubig zu gucken.
    „…auf den Kaffee freue ich mich schon sehr lange?!“
    Lange? Sehr lange?
    Schnell klappte ich die Tastatur aus und tippte los.

    ‚Sehr lange? 「(°ヘ°;) Ist für dich ein Tag sehr lange?
    (*/ω\*) Nojiko‘

    Prompt kam eine Antwort.
    ‚Wer sagt denn sowas? (́¬◞ω◟¬‵)
    Was ich damit meine, wirst du schon selbst rausfinden müssen.‘


    Wie sollte ich das anstellen?
    Ich traute mich die folgenden Tage auch nicht, sehr viel
    mehr mit ihm zu sprechen.
    Ein gestammeltes Guten Morgen und Tschüss bekam ich
    hin, aber das war‘s dann auch schon.

    Donnerstagabend. 20:42 Uhr.
    ‚raven-the-hon@xxxxx.jp: ( ・◇・)?
    Ich frage mich, ob du diesen Samstag um 13 Uhr
    Zeit hast, um dein Versprechen einzulösen.‘

    Verwirrt betrachtete ich die Mail, bis ich erst mal
    verstanden hatte, um was es ging.
    ‚Bei so einem schönen Wetter sollte ich das schaffen ( ノ,,ω,,)ノ゚ '
    In meinem Leichtsinn schrieb ich das so einfach.

    Als ich allerdings schlafen wollte, dachte ich darüber nach.
    Samstag…das war…dieser Samstag!
    In 2 Tagen?! Nicht mal mehr 2 ganze Tage.
    Und die gingen auch noch schneller um, als ich gewollt hatte.

    Um 12:50 Uhr fuhr meine Bahn in den Hauptbahnhof ein.
    Jetzt musste ich nur noch schnell zum größten Bücherladen am Hauptbahnhof.
    Dort fand man sich meiner Erfahrung nach immer.
    Deswegen hatte ich diesen Platz vorgeschlagen.
    Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Wie es wohl werden würde?

    Schon von weitem konnte ich ihn sehen.
    Wie immer lesend.
    Ein schmales Buch hatte es ihm heute angetan.
    Mit einem ruhigen Gesichtsausdruck las er darin, sah ab
    und zu auf seine Armbanduhr.

    Mich überraschte allerdings, dass er einen Hut trug.
    Einen schwarzen. Er stand ihm…
    Eine graue, etwas engere Hose, deren Hosenbeine in Schuhe
    gesteckt waren, die ich selbst auch tragen würde.
    Als ich dann vor ihm stand, musste ich allen Mut zusammennehmen.
    „I-ich bin etwas zu früh, aber du ja auch.“

    Aufmerksam sah er auf und lächelte.
    „Zu Hause zu warten, habe ich nicht mehr ausgehalten.“
    Eine kleine, schwarze Umhängetasche hatte er dabei, vermutlich
    ausschließlich für sein Buch und Geld.
    Wie konnte er mich mit seiner Kleidung so überraschen?
    Unter einer schwarzen Anzugweste trug er ein ¾ ärmliges, weißes Shirt.
    Es hatte einen V-Ausschnitt. Normal konnte ich sowas nicht ausstehen, aber
    bei ihm sah es...irgendwie bescheiden aus.
    Am linken Handgelenk seine silberne Uhr und am rechten einige Armbänder.

    Obwohl ich so aufgeregt war, konnte ich alle Kleinigkeiten sehen.
    Wie er dastand, die eine Hand in die Westentasche gesteckt
    und mich hin- und wieder beäugte.
    Überrascht hatten wir uns heute wohl gegenseitig.
    Immerhin sahen wir uns immer nur auf dem Weg zur Arbeit.

    To be continued....

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    Hiiragi Saeko
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    Re: Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

    Beitrag von Hiiragi Saeko am Sa 20 Jul 2013, 19:50

    WAS FÜR EIN MORGEN (Teil 5)


    Nachdem ich also lange Hin- und Herüberlegt hatte, wie ich
    am besten auftreten sollte, kam ich zu dem Schluss, dass alles
    besser laufen würde, wenn ich einfach ich war.
    Auch wenn ich ihn absolut nicht so eingeschätzt hatte, dachte
    ich mir in aller Ernsthaftigkeit, dass ihn mein Stil nicht abschrecken
    durfte, wenn er mich sonst so…nett fand?
    Tatsächlich wusste ich nicht, wie er über mich dachte.
    Nur…dass er sich auf den Kaffee freuen würde.

    Wieder wurde ich nervös.
    Da es recht warm war, hatte ich mir meine schwarze kurze Hose geschnappt.
    Overknee-Socken mit schwarz-weißen Streifen hatte ich dazu
    angezogen, bin in meine schwarzen Stiefel gesprungen und habe
    dann fieberhaft nachgedacht, was am besten wäre, sonst noch anzuziehen.
    Sonst war ich nicht so wählerisch, aber immerhin ging es für
    mich nicht um ein Treffen mit Freunden.
    Sondern um etwas, was ich nicht für möglich gehalten hatte.

    Mit dem Mann, der in der Bahn immer so friedlich und still
    las, einen Nachmittag zu verbringen.
    Wo ich doch nie gewagt hatte, ihn anzusehen, wenn er
    in meine Richtung sah.
    Vorsichtig zupfte ich an dem schwarzen Top, das ich
    unter einer blauen Weste mit kurzen Ärmeln und einem
    schwarz aufgedruckten Muster trug.
    Auf abstruse Art hatte ich das Gefühl, dass wir ein
    harmonisches Bild abgaben.

    „Gibt es ein Café, welches du bevorzugst?“, fragte er zuvorkommend.
    Kurz dachte ich nach, während seine Stimme in meinem
    Kopf vor sich hin hallte.
    Sie war beruhigend und aufregend zugleich.
    Ob sich das ausgleichen würde?
    „Zählt Starbucks dazu?“
    Normale Cafés gefielen mir nicht oft.
    Meistens saß man da nämlich mit alten Leuten zusammen, die
    über ihre Wehwehchen klagten, oder darüber, wie ich oder
    andere junge Leute sich kleideten.
    Wir waren nun mal nicht mehr in der Showa-Ära.

    „Gibt es dort auch Kuchen?“
    Mit einem Blick zur Seite fragte er mich das.
    Mochte er Süßes?
    Normalerweise waren Frauen immer diejenigen, die so gern Kuchen aßen.
    „Sicher.“, antwortete ich knapp.
    Und der war auch wirklich sehr lecker.
    Leicht nickte er dann.

    „Führ mich zu deinem Lieblingscafé, Nojiko-chan.“
    Wie er meinen Namen aussprach.
    So sanft.
    Zusammen ging ich mit ihm raus aus dem Bahnhofsgebäude.
    Wir mussten mit der Straßenbahn bis in die Innenstadt fahren, damit
    wir an den Fluss kamen, der durch unsere Stadt floss.
    Dort hielt ich mich sehr gerne auf.

    „Du scheinst sehr naturverbunden zu sein.“, stellte er fest, als
    ich zufrieden auf das blaue Wasser sah.
    Da konnte er Recht haben.
    „Ich bin gerne draußen, wenn das Wetter stimmt. Spazieren
    gehen finde ich entspannend.“
    Wieder lächelte er.
    Es war ein richtiges Lächeln. Nicht das, was er in der Bahn
    hatte, wenn sich die gleiche alte Dame wie jeden Morgen
    bedankte, dass er ihre Tasche auf und von der Gepäckablage holte.
    „Ich empfinde auch so. Man kommt dabei zur Ruhe.“

    Schließlich kamen wir an.
    Es war recht neu eröffnet worden.
    Zwei Etagen hatte der Shop.
    Oben saß noch niemand, was mich bei diesem Wetter
    und der Uhrzeit überraschte.
    Wir bestellten beide ein Stück vom Cheesecake, er einen
    Latte Macchiato und ich das gleiche nur mit Caramell.
    Obwohl ich zahlen wollte, ließ er mich nicht und bestand
    mit einer netten Geste darauf, dass ich schon mal hochgehen sollte.

    Er war wirklich sehr zuvorkommend.
    Schon als ich oben ankam, sah ich die perfekte Ecke.
    Sie lag im Schatten, war aber dennoch schon hell und hatte
    diese superbequemen Sessel, aus denen man manchmal
    nicht mehr rauskam.
    Nervös wartete ich.
    Keine 2 Minuten später saßen wir uns gegenüber.
    Mit einem geschickten Griff packte er seinen Hut und nahm ihn ab.
    Vorsichtig legte er ihn auf seine Tasche, die neben dem Tisch stand.

    Mit seinen recht schmalen Finger fuhr er sich durchs Haar.
    „Ich unterschätze immer, wie warm es darunter werden kann.“, gab er dann lachend zu.
    Jetzt merkte ich wieder, warum ich ihn so gern beobachtet hatte…
    Fast alles in ihm war faszinierend.
    Und strahlte so etwas Angenehmes aus.
    „Würden deine Haare nur nicht so abstehen…“, hauchte er und
    berührte eine meiner abstehenden Spitzen.
    Dafür hatte er sich extra über den Tisch beugen müssen.

    Ein Hauch seines Parfüms schwappte zu mir rüber.
    Worauf sollte ich nun achten?
    Mehr verwirrt darüber, was ich denken sollte, als über seine
    Aussage sah ich ihn an.
    „Mein Hut würde es sicher plattdrücken.“
    Wollte er mir den Hut etwa aufsetzen?
    Vorsichtig griff ich danach.
    „Wenn das nicht heißen soll, dass ich ihn den restlichen Tag
    für dich tragen soll, kann ich ihn ja mal aufsetzen…falls du das andeuten wolltest.“
    Unsicher lachte ich.

    Er nickte.
    Vorsichtig setzte ich ihn auf.
    Er war fast schon zu eng.
    Ich mit meinem Dickschädel.
    Ich sah ihn in seiner Hand etwas Schmales.
    Sein Handy?
    Irritiert sah ich, wie er ein Foto von mir machte.
    Langsam drehte er den Bildschirm zu mir.
    „Und, was sagst du?“

    Ich war knallrot.
    Das war alles was ich auf dem Bild sah.
    Meine Finger lagen an meinem Kinn.
    Und mit großen Augen sah ich genau in die Linse.
    „Ohjeh.“

    Mit einem leichten Grinsen hob er sein Handy nochmal.
    „Du wirkst nicht zufrieden. Dabei sah es wirklich…niedlich aus.“
    Bei dem letzten Teil zögerte er.
    Und machte mich sprachlos.



    To be continued…
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    Re: Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

    Beitrag von Hiiragi Saeko am Mo 22 Jul 2013, 08:17

    WAS FÜR EIN MORGEN (Teil 6)



    Im Fenster sah ich eine leichte Spiegelung.
    Also drehte ich mich kurz und rückte den Hut zurecht.
    Vermutlich würde er erst Ruhe geben, wenn ich auch zufrieden war.
    Aber das störte mich garnicht.
    Leicht grinste ich nun.

    Und diesmal wurde es besser.
    Vorsichtig schüttelte ich den Kopf, nachdem ich den Hut abgenommen hatte.
    "Ich wusste nicht, dass du dich in dem Stil kleiden würdest. Aber wir
    sehen uns ja auch nur auf dem Weg zur Arbeit.", bemerkte er.
    Genau meine Gedanken!
    Kichernd entgegnete ich das gleiche.
    "Aber...ich mag das. Es passt.", fügte ich noch hinzu und nahm die
    Tasse mit meinem Caramell Macchiato in die Hand.

    Es schien ihm zu gefallen, dass ich es einfach grade heraus
    sagen konnte und das ich allgemein heute recht redselig war.
    Ein wenig unterhielten wir uns über die verschiedensten Dinge.
    Hobbys, Interessen, Geschwister und Arbeit.
    Er hatte einen "kleinen" Bruder - Sasuke, der allerdings vor kurzem
    schon 18 geworden war.
    Itachi selbst war 23.

    Seine Eltern schienen streng zu sein, aber das tat niemandem schlecht.
    Sein Bruder war manchmal etwas rebellisch, aber seine Mutter wusste
    gut damit umzugehen.
    Im Gegensatz zu seinem Vater.
    Der schien sehr streng zu sein. Aber zufrieden mit seinen Söhnen.


    Lachend erzählte er mir, was bei ihm zu Hause los war, als er zum ersten
    Mal später nach Hause kam, als abgemacht war.

    Dass es nur an der Bahn lag, wollte sein Vater garnicht hören und war noch 3

    Tage danach sauer auf ihn.

    Leidend betrachtete ich ihn.

    Lustig klang das eigentlich nicht.

    Aber wenn er so lachte, sah er wirklich...niedlich aus.

    Hoffentlich sah man mir meine Gedanken nicht an.





    To be continued haaa 

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    Re: Was für ein Morgen [[Itachi x Nojiko]]

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      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Sa 15 Dez 2018, 17:27